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Deutsche Rentenversicherung

Die Deutsche Rentenversicherung Bund stellt regelmäßig  grundlegende Zahlen und Fakten zu ihren Ausgaben zur Verfügung – auch zu ihren Ausgaben für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.

  • 2019 gab die Deutsche Rentenversicherung Bund 850 Millionen Euro für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) aus.
  • Zu den LTA zählen Maßnahmen, die den bisherigen Arbeitsplatz erhalten sollen, aber auch Aus- und Weiterbildungsangebote sowie beispielsweise technische Hilfen oder Geld für den Arbeitgeber, damit dieser den Arbeitsplatz bedarfsgerecht umrüsten kann.
  • Unter den mehr als 135.000 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA), die im Jahr 2019 abgeschlossen wurden, machten rund 64.000 Maßnahmen zum Erhalt oder Erwerb eines Arbeitsplatzes die Mehrheit aus. Davon entfielen rund 49.000 auf Männer und etwa 15.000 auf Frauen. In diese Leistungsgruppe fallen zum Beispiel Hilfen zur Berufsausübung.
  • Große Bedeutung hatten auch Leistungen zur beruflichen Bildung (insgesamt knapp 27.000), von denen mit rund 15.500 ebenfalls die Mehrheit Männern zugute kam. Hierzu gehören vor allem Umschulungen, Fortbildungen und berufliche Anpassung. Auch eine Eignungsabklärung und Arbeitserprobung sowie Leistungen an Arbeitgeber werden oft benötigt.
  • Insgesamt entfielen mehr als 91.000 LTA (67,5 Prozent) auf Männer, knapp 44.000 (32,5 Prozent) auf Frauen.
  • Das Durchschnittsalter von Frauen, die 2019 eine LTA abgeschlossen haben, lag bei 47,8 Jahren, von Männern bei 48,8 Jahren. Frauen und Männer mit beruflichen Bildungsleistungen sind im Schnitt etwas jünger als alle Rehabilitanden mit LTA.

Datenquelle

Methodik

Veröffentlicht: 2021
Datenstand: 2019
Nächste Veröffentlichung: 2022
Methodische Hinweise: Die wichtigsten Daten zur Rehabilitation in der gesetzlichen Rentenversicherung sind im Reha-Atlas zusammengefasst und grafisch aufbereitet.

Leistungen Fallzahlen
2018 abgeschlossene LTA insgesamt 142.917
Eignungs­abklärung­/­Arbeits­erprobung 16.506
Individuelle betriebliche Qualifizierung 151
Förderung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit 470
Leistungen zur Erhaltung­/­Erlangung eines Arbeitsplatzes 68.676
Berufs­vorbereitung 6.220
Leistungen zur beruflichen Bildung 28.104
Rehabilitation psychisch Kranker 2.078
Leistungen im Eingangs­verfahren­/­Berufsbil­dungs­bereich 8.347
Kfz-Hilfen 2.931
Leistungen an Arbeitgeber 9.434

Datenquelle

Methodik

Veröffentlicht: August 2019
Datenstand: 2018
Nächste Veröffentlichung: 2020
Methodische Hinweise: Der Band enthält eine umfassende Auswertung der abgeschlossenen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, der sonstigen Leistungen zur Teilhabe und der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben im Berichtsjahr 2018.

  • Im Jahr 2018 bezogen bundesweit 1,8 Millionen Menschen eine Erwerbsminderungsrente, die allermeisten aufgrund von psychischen Problemen. Die monatliche Rente betrug durchschnittlich 795 Euro.
  • Trotz anfänglich hoher Motivation schaffen nur ganz wenige der 453 berfagten Empfängerinnen und Empfänger einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente den Wiedereinstieg in den Job: dies gelingt nur einem von hundert Befragten.
  • Je länger die Erwerbsminderung andauert, desto stärker nimmt die Motivation ab.
  • Für die Betroffenen sei eine gute Gesundheit das A und O, sie helfe auch, die Motivation hochzuhalten. Eine maßgeschneiderte medizinische Rehabilitation, so eine der Schlussfolgerungen der Autorinnen, könne deshalb eine Rückkehr wirksam unterstützen. Sie solle einer größeren Zahl von Betroffenen angeboten werden und sei umso erfolgversprechender, je frühzeitiger sie angeboten werde und je jünger die Teilnehmenden seien.

Datenquelle

Methodik

Veröffentlicht: Dezember 2019
Datenstand: 2018
Methodische Hinweise: In einer Studie untersuchten die Wissenschaftlerinnen der Jacobs University in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen über einen Zeitraum von 17 Monaten die Erwartungen und Erfahrungen von Betroffenen. Zudem betrachteten sie die Faktoren genauer, die eine Rückkehr unterstützen. 453 Personen nahmen im Gebiet der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen an der Studie teil, ihr Durchschnittsalter betrug 50 Jahre.