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Deutsche Rentenversicherung

Die Deutsche Rentenversicherung Bund stellt regelmäßig  grundlegende Zahlen und Fakten zu ihren Leistungen zur Verfügung – auch zu ihren Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.

  • 2019 gingen bei der Rentenversicherung 404.588 Anträge auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) ein. 365.525 Anträge konnten in 2020 gezählt werden.
  • 135.295 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurden 2019 abgeschlossen. 2020 lag die Zahl der abgeschlossenen Leistungen bei 125.187.
  • Männer nahmen deutlich häufiger LTA in Anspruch als Frauen: In 2019 und auch in 2020 wurde nur etwa ein Drittel der LTA von Frauen absolviert.
  • In der beruflichen Rehabilitation waren Frauen durchschnittlich knapp ein Jahr jünger als Männer: Das durchschnittliche Alter der Frauen lag in 2019 bei 47,8 Jahren und in 2020 bei 48,0 Jahren. Männer waren in 2019 durchschnittlich 48,8 Jahre alt und in 2020 im Schnitt 49,1 Jahre.
  • Etwa ein Fünftel der LTA waren in 2019 und 2020 berufliche Bildungsleistungen. Erkrankungen von Muskeln, Skelett und Bindegewebe standen auch bei LTA als Ursachen an erster Stelle (Frauen: 60 % in 2019 und 2020, Männer: 64 % in 2019 und 66 % in 2020).
  • Gut drei Viertel aller Teilnehmenden schlossen ihre berufliche Bildungsleistung in den beiden Berichtsjahren erfolgreich ab.
  • Noch zwei Jahre nach Abschluss einer beruflichen Bildungsleistung nahm die pflichtversicherte Beschäftigung zu: nach sechs Monaten bei 50 % der Teilnehmenden (2019) bzw. und 52 % (2020); nach zwei Jahren bei 60 % der Teilnehmenden (2019) bzw. 61 % (2020)
  • 2019 wandte die Rentenversicherung rund 6,9 Mrd. € (brutto) für Rehabilitation auf, davon mehr als 5 Mrd. € für medizinische Rehabilitation, knapp 1,3 Mrd. € für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) und rund 0,4 Mrd. € für Sozialversicherungsbeiträge. 
  • Im Corona-Jahr 2020 lagen die Aufwendungen für Rehabilitation bei rund 7 Mrd. € (brutto). Davon ent fielen knapp 5 Mrd. € auf medizinische Rehabilitation, mehr als 1,2 Mrd. € auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) und knapp 0,4 Mrd. € für Sozialversicherungsbeiträge.

Datenquelle

Methodik

Veröffentlicht: 2021
Datenstand: 2019/2020
Nächste Veröffentlichung: 2022
Methodische Hinweise: Den Schwerpunkt des Berichts bilden ausführliche Informationen zur Rehabilitation, sowohl zu Umfang und Struktur der medizinischen und beruflichen Rehabilitation, als auch zu Prozess und Ergebnis der Reha-Leistungen. Grundlage sind die routinemäßig erhobenen Statistikdaten im Wesentlichen aus den Jahren 2019 und 2020 sowie Ergebnisse aus der Reha-Qualitätssicherung der Rentenversicherung. Auch die aktuellen Entwicklungen innerhalb der Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung sind darin beschrieben. 

  • 2019 gab die Deutsche Rentenversicherung Bund 850 Millionen Euro für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) aus.
  • Zu den LTA zählen Maßnahmen, die den bisherigen Arbeitsplatz erhalten sollen, aber auch Aus- und Weiterbildungsangebote sowie beispielsweise technische Hilfen oder Geld für den Arbeitgeber, damit dieser den Arbeitsplatz bedarfsgerecht umrüsten kann.
  • Unter den mehr als 135.000 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA), die im Jahr 2019 abgeschlossen wurden, machten rund 64.000 Maßnahmen zum Erhalt oder Erwerb eines Arbeitsplatzes die Mehrheit aus. Davon entfielen rund 49.000 auf Männer und etwa 15.000 auf Frauen. In diese Leistungsgruppe fallen zum Beispiel Hilfen zur Berufsausübung.
  • Große Bedeutung hatten auch Leistungen zur beruflichen Bildung (insgesamt knapp 27.000), von denen mit rund 15.500 ebenfalls die Mehrheit Männern zugute kam. Hierzu gehören vor allem Umschulungen, Fortbildungen und berufliche Anpassung. Auch eine Eignungsabklärung und Arbeitserprobung sowie Leistungen an Arbeitgeber werden oft benötigt.
  • Insgesamt entfielen mehr als 91.000 LTA (67,5 Prozent) auf Männer, knapp 44.000 (32,5 Prozent) auf Frauen.
  • Das Durchschnittsalter von Frauen, die 2019 eine LTA abgeschlossen haben, lag bei 47,8 Jahren, von Männern bei 48,8 Jahren. Frauen und Männer mit beruflichen Bildungsleistungen sind im Schnitt etwas jünger als alle Rehabilitanden mit LTA.

Datenquelle

Methodik

Veröffentlicht: 2021
Datenstand: 2019
Nächste Veröffentlichung: 2022
Methodische Hinweise: Die wichtigsten Daten zur Rehabilitation in der gesetzlichen Rentenversicherung sind im Reha-Atlas zusammengefasst und grafisch aufbereitet.

Leistungen Fallzahlen
2020 abgeschlossene LTA insgesamt 125.187
Eignungs­abklärung­/­Arbeits­erprobung 14.120
Individuelle betriebliche Qualifizierung 122
Förderung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit 390
Leistungen zur Erhaltung­/­Erlangung eines Arbeitsplatzes 61.370
Berufs­vorbereitung 5.600
Leistungen zur beruflichen Bildung 24.710
Rehabilitation psychisch Kranker 2.522
Leistungen im Eingangs­verfahren­/­Berufsbil­dungs­bereich 6.789
Kfz-Hilfen 2.429
Leistungen an Arbeitgeber 7.135

Datenquelle

Methodik

Veröffentlicht: Juli 2021
Datenstand: 2020
Nächste Veröffentlichung: 2021
Methodische Hinweise: Der Band enthält eine umfassende Auswertung der abgeschlossenen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, der sonstigen Leistungen zur Teilhabe und der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben im Berichtsjahr 2020.

  • Im Jahr 2018 bezogen bundesweit 1,8 Millionen Menschen eine Erwerbsminderungsrente, die allermeisten aufgrund von psychischen Problemen. Die monatliche Rente betrug durchschnittlich 795 Euro.
  • Trotz anfänglich hoher Motivation schaffen nur ganz wenige der 453 berfagten Empfängerinnen und Empfänger einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente den Wiedereinstieg in den Job: dies gelingt nur einem von hundert Befragten.
  • Je länger die Erwerbsminderung andauert, desto stärker nimmt die Motivation ab.
  • Für die Betroffenen sei eine gute Gesundheit das A und O, sie helfe auch, die Motivation hochzuhalten. Eine maßgeschneiderte medizinische Rehabilitation, so eine der Schlussfolgerungen der Autorinnen, könne deshalb eine Rückkehr wirksam unterstützen. Sie solle einer größeren Zahl von Betroffenen angeboten werden und sei umso erfolgversprechender, je frühzeitiger sie angeboten werde und je jünger die Teilnehmenden seien.

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Methodik

Veröffentlicht: Dezember 2019
Datenstand: 2018
Methodische Hinweise: In einer Studie untersuchten die Wissenschaftlerinnen der Jacobs University in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen über einen Zeitraum von 17 Monaten die Erwartungen und Erfahrungen von Betroffenen. Zudem betrachteten sie die Faktoren genauer, die eine Rückkehr unterstützen. 453 Personen nahmen im Gebiet der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen an der Studie teil, ihr Durchschnittsalter betrug 50 Jahre.