Deutsche Rentenversicherung
Die Deutsche Rentenversicherung Bund stellt regelmäßig grundlegende Zahlen und Fakten zu ihren Leistungen zur Verfügung – auch zu ihren Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.
- 2024 gab die Deutsche Rentenversicherung Bund 820 Millionen Euro für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) aus.
- An den rund 118.000 LTA, die im Jahr 2024 abgeschlossen wurden, hatten die etwa 61.000 Maßnahmen zum Erhalt oder Erwerb eines Arbeitsplatzes den größten Anteil. Davon entfielen etwa 47.000 auf Männer und etwa 14.000 auf Frauen. In diese Leistungsgruppe fallen zum Beispiel Hilfen zur Berufsausübung.
- Große Bedeutung hatten auch Leistungen zur beruflichen Bildung (insgesamt etwa 21.200), von denen mit rund 11.600 ebenfalls die Mehrheit Männern zugute kam. Hierzu gehören vor allem Umschulungen, Fortbildungen und die berufliche Anpassung.
- Auch eine Eignungsabklärung und Arbeitserprobung sowie Leistungen an Arbeitgeber werden oft benötigt.
- Insgesamt entfielen knapp 79.000 LTA (Anteil: 66,7 Prozent) auf Männer, mehr als 39.000 (33,3 Prozent) auf Frauen
Datenquelle
Methodik
Veröffentlicht: 2026
Datenstand: 2024
Nächste Veröffentlichung: 2027
Methodische Hinweise: Die wichtigsten Daten zur Rehabilitation in der gesetzlichen Rentenversicherung sind im Reha-Atlas zusammengefasst und grafisch aufbereitet.
- 40.813 Rehabilitandinnen und Rehabilitanden erhielten 2024 durch die stufenweise Wiedereingliederung Unterstützung durch die Rentenversicherung bei ihrer Rückkehr in den Beruf. In den zwei Jahren nach ihrer medizinischen Rehabilitation in 2021 waren 83 % der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden erwerbsfähig.
- Die häufigsten Reha-Indikationen waren orthopädische und rheumatische Erkrankungen.
- Mit steigendem Alter wird die Rehabilitation häufiger in Anspruch genommen. Frauen (54,3 Jahre) und Männer (54,5 Jahre) waren in der medizinischen Rehabilitation durchschnittlich fast gleich alt. Die durchschnittliche Dauer einer stationären medizinischen Rehabilitation wegen körperlicher Erkrankungen variierte, je nach Indikation, zwischen 22 und 30 Tagen.
- 2023 gingen bei der Rentenversicherung über 333.000 Anträge auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) ein. Bewilligt wurden mehr als 236.000 Leistungen durch die Rentenversicherung. Über 118.220 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurden abgeschlossen.
- Männer nahmen deutlich häufiger LTA in Anspruch als Frauen: In 2023 wurde nur etwa ein Drittel der LTA von Frauen absolviert.
- Etwa ein Fünftel der LTA waren in 2024 berufliche Bildungsleistungen. Gut drei Viertel aller Teilnehmenden schlossen ihre berufliche Bildungsleistung erfolgreich ab. Noch zwei Jahre nach Abschluss einer beruflichen Bildungsleistung nahm die pflichtversicherte Beschäftigung zu und lag bei 61 %.
- Die Rentenversicherung wandte im Jahr 2024 rund 8,31 Mrd. Euro (brutto) für Rehabilitation auf. Davon flossen mehr als 6,67 Mrd. Euro in Leistungen für medizinische Rehabilitation. Über 1,25 Mrd. Euro wurden für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) gezahlt und rund 0,45 Mrd. Euro für Sozialversicherungsbeiträge.
Datenquelle
Methodik
Veröffentlicht: November 2025
Datenstand: 2023/2024
Nächste Veröffentlichung: 2026
Methodische Hinweise:
Der aktuelle Reha-Bericht präsentiert zentrale Daten, Fakten und Entwicklungen im Bereich der Rehabilitation der Rentenversicherung. Dabei werden das Leistungsgeschehen in der medizinischen und beruflichen Rehabilitation transparent dargestellt, um die Bedeutung für Versicherte und Gesellschaft nachvollziehbar zu machen. Ausführliche Informationen zur Rehabilitation, sowohl zu Umfang und Struktur der medizinischen und beruflichen Rehabilitation, als auch zu Prozess und Ergebnis der Reha-Leistungen sind hier zentral.
Die Grundlage des Reha-Berichtes bilden die routinemäßig erhobenen Statistikdaten der Rentenversicherung für das Jahr 2024 sowie die Ergebnisse der Reha-Qualitätssicherung.
- Im Jahr 2024 wurden insgesamt 118.220 abgeschlossene LTA verzeichnet (2023 waren es 110.155).
- Wie in den Vorjahren, waren die Leistungen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes mit 61.436 Fällen wieder die häufigsten LTA. Darunter waren am stärksten die folgenden Einzelleistungen vertreten: Hilfsmittel, technische Hilfen, Inanspruchnahme von Leistungen privater Arbeitsvermittler, Inanspruchnahme von Integrationsfachdiensten und Aktivierungsleistungen.
- LTA wurden häufiger für Männer (71.160) als für Frauen (34.439) durchgeführt.
| Leistungen | Fallzahlen |
|---|---|
| 2024 abgeschlossene LTA insgesamt | 118.220 |
| Eignungsabklärung/Arbeitserprobung | 14.292 |
| Individuelle betriebliche Qualifizierung | 158 |
| Förderung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit | 269 |
| Leistungen zur Erhaltung/Erlangung eines Arbeitsplatzes | 61.436 |
| Berufsvorbereitung | 4.915 |
| Leistungen zur beruflichen Bildung | 21.155 |
| Rehabilitation psychisch kranker und behinderter Menschen | 2.783 |
| Leistungen im Eingangsverfahren/Berufsbildungsbereich | 5.055 |
| Kfz-Hilfen | 2.264 |
| Leistungen an Arbeitgeber | 5.893 |
Datenquelle
Methodik
Veröffentlicht: Juli 2025
Datenstand: 2024
Nächste Veröffentlichung: 2026
Methodische Hinweise: Der Band enthält eine umfassende Auswertung der abgeschlossenen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben im Berichtsjahr 2024.
- Die Rehabilitation der Rentenversicherung erhöht die Erwerbschancen bei ihren Versicherten um 15 bis 20 Prozentpunkte.
- Personen mit vorhergehendem Krankengeldbezug profitieren etwa doppelt so stark von einer Rehabilitation.
- Die volkswirtschaftlichen Gewinne liegen (je nach Zeitpunkt nach der Reha) bei 40 bis 60 € pro Tag und Person.
- Eine Investition in die Rehabilitation der Rentenversicherung von 1 Euro erwirtschaftet 2 bis 3 Euro im ersten Jahr, 5 Euro in den ersten zwei Jahren.
- Allein in den ersten beiden Jahren führen aktuelle Investitionen in die Rehabilitation von etwa 8 Mrd. Euro zu etwa 40 Mrd. Euro Gewinn für die Gesellschaft.
Datenquelle
Methodik
Veröffentlicht: Oktober 2025
Methodische Hinweise: Die Analyse zeigt: Die Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung erhöht die Beschäftigungschancen in Deutschland. Die Menschen kehren also eher wieder in ihren Job zurück. Ausgaben für Rehabilitation schaffen einen messbaren Mehrwert – die Menschen selbst und die Gesellschaft als Ganzes profitieren von dieser Investition.
- Die befragten Bezieherinnen und Bezieher einer Erwerbsminderungsrente (EM) zeigten sich zu beiden Befragungszeitpunkten deutlich gesundheitlich belastet. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erhielten gut 40 % der EM-RentnerInnen. RentnerInnen mit psychischen Erkrankungen oder Diagnosen, die nicht den vier häufigsten Diagnosegruppen zuzuordnen sind, erhielten deutlich seltener Leistungen zur medizinischen Rehabilitation.
- Der Wunsch nach einer Rückkehr ins Erwerbsleben wurde von einem Viertel der Befragten besonders positiv bewertet. Ihre Arbeitsfähigkeit sowie die subjektive Möglichkeit, eine Arbeitsstelle zu finden, beurteilten die Versicherten deutlich pessimistischer.
- Ein Wegfall der Berentung nach dem ersten Bewilligungszeitraum stellte ein sehr seltenes Ereignis dar (< 1 %).
- Knapp 20 % der Befragten mit voller EM gaben jedoch zum zweiten Befragungszeitpunkt an, beruflich tätig zu sein. In der Gruppe der Versicherten mit teilweiser EM war der überwiegende Anteil (75 %) erwerbstätig.
Datenquelle
Methodik
Veröffentlicht: 2022
Datenstand: 2015 - 2018
Methodische Hinweise: Im Rahmen des Projektes REBER wurden 15.237 Versicherte der Deutschen Rentenversicherung befragt, die zwischen 35 und 60 Jahre alt waren und erstmalig eine zeitlich befristete, vom Arbeitsmarkt unabhängige EM-Rente erhielten, deren erste Bewilligung im Befragungszeitpunkt auslief. Teilnehmende der ersten Befragung wurden ein Jahr später erneut befragt. Die schriftliche Erhebung umfasste unter anderem Instrumente zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, Fragen zur Einstellung gegenüber einer Erwerbstätigkeit (Wunsch, Fähigkeit, Möglichkeit) und einer aktuellen Erwerbstätigkeit sowie soziodemographische Merkmale.