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Präventionsbericht der GKV

Der jährliche Präventionsbericht der gesetzlichen Krankenversicherung enthält unter anderem Informationen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF).

Ausgewählte Ergebnisse

  • 2018 hat die GKV 172 Mio. Euro für betriebliche Gesundheitsförderung ausgegeben.
  • Es konnten 19.544 Betriebe direkt erreicht werden. Dies entspricht einer Steigerung um 11 % im Vergleich zum Vorjahr.
  • Am häufigsten wurden Maßnahmen der Gesundheitsförderung im verarbeitenden Gewerbe durchgeführt – hier sind die Beschäftigten oftmals großen körperlichen Belastungen ausgesetzt.
  • Auch im Dienstleistungsgewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen wurden die Maßnahmen häufig genutzt, denn die Arbeitsplätze dieser Branche sind durch erhebliche physische und psychische Belastungen charakterisiert.
  • Am häufigsten wurden Betriebe mit 100 bis unter 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erreicht. Kleinere Unternehmen mit unter 50 Beschäftigten und Kleinstunternehmen mit unter zehn Beschäftigten sind insgesamt zu einem Viertel vertreten. Große Unternehmen mit über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind zu rund einem Sechstel beteiligt. Hier hat sich im Vergleich zum Vorjahr eine Verschiebung zugunsten kleinerer Betriebe ergeben.
  • 2018 wiesen unter den erreichten Betrieben 10 % einen hohen Anteil an „ungelernten“ Beschäftigten auf. Ein „hoher Anteil“ bedeutet, dass mindestens 20 % der Beschäftigten einschließlich der Auszubildenden keine abgeschlossene Berufsausbildung haben.
  • 2.152.547 Beschäftigte konnten direkt durch BGF-Maßnahmen und weitere 612.183 Beschäftigte indirekt erreicht werden.
  • 65 % der Maßnahmen waren gleichermaßen an alle Beschäftigten gerichtet, 35 % waren auf spezifische Zielgruppen der Beschäftigten bezogen.
  • Am häufigsten war die mittlere Führungsebene Zielgruppe der Maßnahmen. Führungskräfte können durch ihr Verhalten und die Gestaltung der Arbeitsbedingungen die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter maßgeblich und direkt beeinflussen.
  • 24 % der zielgruppenspezifischen Maßnahmen richteten sich direkt an Beschäftigte, die Gesundheitsgefährdungen ausgesetzt sind.

Methodik

Veröffentlicht: November 2019
Datenstand: 2018
Nächste Veröffentlichung: 2020
Methodische Hinweise: Der MDS erstellt gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband, den Krankenkassenverbänden auf Bundesebene und den Krankenkassen den jährlichen Präventionsbericht der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Der GKV-Präventionsbericht und der dazugehörige Tabellenband geben detailliert Auskunft über die Aktivitäten der Krankenkassen im Rahmen der §§ 20, 20a und 20b SGB V und die durch Primärprävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten und Betrieben erreichten Personenkreise. Außerdem beleuchtet jeder Präventionsbericht ein spezielles Schwerpunktthema.