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Präventionsbericht der GKV

Der jährliche Präventionsbericht der gesetzlichen Krankenversicherung enthält unter anderem Informationen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF).

Ausgewählte Ergebnisse

  • Mit Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung konnten 2020 trotz der erschwerten Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie 1.951.975 Beschäftigte in 16.742 Betrieben erreicht werden. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 28 % weniger Betriebe und 14 % weniger Beschäftigte erreicht. 
  • 2020 beliefen sich die Ausgaben auf rund 159 Mio. Euro für die BGF. Das entspricht 2,18 Euro je Versicherten. Damit verringerten sich die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 34 %.
  • 7 % der Aktivitäten zur BGF, die vor März 2020 begonnen hatten, wurden abgebrochen, ohne dass eine Fortsetzung geplant war. Weitere 27 % der BGF-Aktivitäten wurden auf bestimmte oder unbestimmte Zeit ausgesetzt. 36 % wurden in veränderter Form, z. B. als digitales Format, weitergeführt. 20 % der Aktivitäten fanden mit Einschränkungen, z. B. mit verkleinerter Gruppengröße statt. Ein kleinerer Anteil der Projekte konnte ohne Einschränkungen fortgesetzt werden (8 %).
  • Der größte Anteil der Maßnahmen fand im verarbeitenden Gewerbe statt. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen wurden relativ häufig BGF-Maßnahmen durchgeführt. Dies sind Branchen, in denen die Beschäftigen häufig starken körperlichen oder psychischen Belastungen ausgesetzt sind und für die daher Maßnahmen zur Kompensation und zur Stärkung der gesundheitlichen Ressourcen besonders wichtig sind. Dabei hat sich der relative Anteil der Betriebe im Gesundheits- und Sozialwesen im Vergleich zum Vorjahr auf 24 % erhöht (2019: 20 %). 
  • Bei 92 % der Projekte wurden Entscheidungs- und Steuerungsstrukturen etabliert. Häufig sind die Leitungsebene sowie die Mitarbeitenden beteiligt. Solche Strukturen können die Wiederaufnahme von vorübergehend ausgesetzten Projekten während der Corona-Pandemie erleichtern.
  • Am häufigsten wurden Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten erreicht. Betriebe mit 50 bis 99 Beschäftigten und Betriebe mit 100 bis 249 Beschäftigten sind in etwa zu gleichen Anteilen (19 % und 18 %) an krankenkassengeförderten Maßnahmen beteiligt. Kleinstbetriebe mit weniger als 10 Beschäftigten und große Unternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten sind seltener vertreten.

Methodik

Veröffentlicht: November 2021
Datenstand: 2020
Nächste Veröffentlichung: 2022
Methodische Hinweise: Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) erstellt gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband den jährlichen Präventionsbericht der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Der GKV-Präventionsbericht und der dazugehörige Tabellenband geben detailliert Auskunft über die Aktivitäten der Krankenkassen im Rahmen der §§ 20, 20a und 20b SGB V und die durch Primärprävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten und Betrieben erreichten Personenkreise. Außerdem beleuchtet jeder Präventionsbericht ein spezielles Schwerpunktthema.