Inhalt

DAK Gesundheitsreport

Die DAK-Gesundheit berichtet über den Krankenstand ihrer Versicherten. Im aktuellen Bericht gibt es das Schwerpunktthema Arbeitsstress, Digitalisierung und Interaktionsarbeit sowie eine Sonderanalyse zu Digitalisierung und Homeoffice in der Corona-Krise.

Ausgewählte Ergebnisse

  • Im Jahr 2019 ist der Krankenstand nach einem Anstieg im Vorjahr praktisch konstant bei 4,2 % geblieben. 
  • Die Betroffenenquote lag 2019 bei 47,5 %. Dies bedeutet, dass für weniger als jeden Zweiten eine Arbeitsunfähigkeitsmeldung vorlag. Im Jahr 2019 ist die Betroffenenquote somit etwas gesunken (2018: 48,6 %).
  • Die Erkrankungshäufigkeit ist mit 121,6 Fällen pro 100 Versichertenjahre gegenüber dem Vorjahr etwas gesunken (2018: 122,7 Arbeitsunfähigkeitsfälle).
  • Die durchschnittliche Falldauer ist ebenfalls leicht gesunken. Sie beträgt im Jahr 2019 12,5 Tage (2018: 12,6 Tage).
  • Auf Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, psychische Erkrankungen sowie Erkrankungen des Atmungssystems entfielen 2019 mehr als die Hälfte (52,8 %) aller Krankheitstage.
  • Die Anzahl derjenigen, die die Digitalisierung als Entlastung wahrnehmen, steigt während der Corona-Krise um 37 %. Das tägliche Stresserleben geht um 29 % zurück.
  • Die Vorteile des Homeoffice scheinen die Nachteile für viele zu überwiegen, vor allem die Produktivität im Homeoffice scheint gewährleistet.
  • Die Befragung zeigt jedoch auch, dass ein Teil der Beschäftigten auch Nachteile sieht, weil z. B. die Kontaktmöglichkeiten zu Kollegen/innen und Vorgesetzten erschwert, Arbeitsmaterialien nicht greifbar oder zu viele Ablenkungen vorhanden sind.
  • Viele Beschäftigte – bei den Befragten, die in der Corona-Krise regelmäßig im Homeoffice gearbeitet haben, sind es zwischen 49 und 54 Prozent – sind sich sicher, dass sie auch nach der Krise weiter die Möglichkeit haben wollen, zumindest einen Teil der Arbeitszeit im Homeoffice zu arbeiten. 

Methodik

Veröffentlicht: Oktober 2020
Datenstand: 2019
Nächste Veröffentlichung: 2021
Methodische Hinweise: Die gesamte Datenbasis für das Berichtsjahr 2019 umfasst rund 2,4 Mio. Mitglieder der DAK-Gesundheit, die sich zu 54 Prozent aus Frauen und zu 46 Prozent aus Männern zusammensetzen.
Der Schwerpunkt des DAK-Gesundheitsreports 2020 beschäftigt sich mit Arbeitsstress vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Arbeit sowie Interaktionsarbeit.