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Deutsches Studentenwerk: beeinträchtigt studieren

Das Deutsche Studentenwerk hat seine Studierenden mit Behinderung und chronischen Krankheiten befragt – über beeinträchtigungsbezogene Schwierigkeiten im Studium und bei der Studienaufnahme sowie deren Strategien im Umgang mit der Beeinträchtigung.

Ausgewählte Ergebnisse

  • 11 % der rund 2,8 Mio. Studierenden in Deutschland haben eine studienrelevante Beeinträchtigung.
  • Studierende mit Beeinträchtigungen sind eine heterogene Gruppe: Mehr als die Hälfte (53 %) der Studierenden hat psychische Erkrankungen. Für 20 % wirken sich chronisch-somatische Erkrankungen (beispielsweise Multiple Sklerose, Rheuma oder Epilepsie), für 10 % Bewegungs- und Sinnesbeeinträchtigungen, für 4 % Legasthenie und andere Teilleistungsstörungen und für 6 % sonstige Beeinträchtigungen studienerschwerend aus.
  • Ein Viertel der Studierenden gibt mehr als eine Beeinträchtigung an.
  • Beeinträchtigungen wirken sich für knapp zwei Drittel der Studierenden stark im Studium aus.
  • Der Schwerbehindertenausweis ist kein Maßstab für die Studienerschwernis.
  • Beeinträchtigungen sind nur bei 4 % der Studierenden auf Anhieb wahrnehmbar.
  • Fünf von sechs Studierenden erwerben ihre Beeinträchtigung bereits vor Aufnahme des Studiums.
  • Neun von zehn (89 %) Studierende geben Schwierigkeiten bei der Organisation und Durchführung des Studiums sowie in Prüfungs- und Lehrsituationen an.
  • Rund 44 % haben beeinträchtigungsbezogene Schwierigkeiten im sozialen Miteinander, die Auslöser oder Verstärker von Studienproblemen sind.
  • Weniger als ein Drittel (29 %) der Studierenden hat zumindest einmal einen Nachteilsausgleich eingefordert, am häufigsten für konkrete Prüfungssituationen.

Methodik

Veröffentlicht: September 2018
Datenstand: März 2017
Methodische Hinweise: Fast 21.000 Studierende mit Beeinträchtigung von 153 Hochschulen haben im Wintersemester 2016/17 an der zweiten Befragung "beeinträchtigt studieren – best2" teilgenommen.