Inklusion in Deutschland – Daten und Fakten

In der Studie werden die Zahlen der Kultusministerkonferenz aus den Bundesländern für das Schuljahr 2013/14 ausgewertet und die Entwicklungen und Veränderungen der letzten Jahre analysiert.

Ausgewählte Ergebnisse

  • Fast jedes dritte Kind mit Förderbedarf besucht mittlerweile eine Regelschule – trotzdem geht der Anteil der Schülerinnen und Schülern an Förderschulen kaum zurück. (Die trotz steigener Inklusionsrate fast gleichbleibenden Anteile der Schülerinnen und Schülern an Förderschulen lassen sich durch höhere Förderquoten erklären. Bundesweit wird bei immer mehr Kindern ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt).
  • Während der Inklusionsanteil in deutschen Kindertagesstätten 67 % und in den Grundschulen 46,9 % beträgt, fällt er in der Sekundarstufe auf 29,9 % ab. Besonders auffällig: Von den Förderschülerinnen und -schülern in der Sekundarstufe lernt nur jede oder jeder zehnte an Realschulen oder Gymnasien.
  • In den Bundesländern klaffen die Inklusionsanstrengungen weit auseinander. Während in den Stadtstaaten Bremen (Inklusionsanteil: 68,5 %), Hamburg (59,1 %) und Berlin (54,5 %) oder in Schleswig-Holstein (60,5 %) die Mehrheit der Förderschülerinnen und -schüler an Regelschulen lernt, sind es in Hessen (21,5 %) und Niedersachsen (23,3 %) weniger als ein Viertel.

Methodik

Veröffentlicht: September 2015
Datenstand: 2013/2014
Methodische Hinweise: In der vorliegenden Studie wurden die Zahlen der Kultusministerkonferenz aus den Bundesländern für das Schuljahr 2013/14 ausgewertet und die Entwicklungen und Veränderungen der letzten Jahre analysiert.