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Bildungsbericht

Die Kultusministerkonferenz veröffentlicht im Bildungsbericht alle zwei Jahre eine Bestandsaufnahme des gesamten deutschen Bildungssystems, unter anderem zur Inklusion von Kindern mit sonderpädagogischer Förderung.

Ausgewählte Ergebnisse

  • Im Jahr 2018 wurden von den gut 550.000 Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischer Förderung 42 % an einer allgemeinen Schule unterrichtet.
  • Damit hat sich der Inklusionsanteil an allen geförderten Schülerinnen und Schülern seit 2008 mehr als verdoppelt.
  • Da jedoch heute auch insgesamt mehr Schülerinnen und Schüler sonderpädagogisch gefördert werden, stieg die Förderquote 2018 weiter auf 7,4 %.
  • Hier bestehen erhebliche Differenzen zwischen den Ländern, die auf unterschiedliche Diagnose­ und Zuweisungsverfahren schließen lassen.
  • Während in Hessen  5,3 %  der  Schülerinnen  und  Schüler sonderpädagogisch  gefördert  werden, sind es in Sachsen­Anhalt nahezu doppelt so viele (9,4 %).
  • Dass sich auch der Ausbau gemeinsamer Beschulung in den einzelnen Ländern in sehr unterschiedlichem Tempo vollzieht, verdeutlichen die Inklusionsanteile: So werden nur in den Stadtstaaten und Schleswig­Holstein mehr als die Hälfte – in Bremen sogar 86 % – der geförderten Schülerinnen und Schüler an allgemeinen Schulen unterrichtet.
  • In Bremen und Hamburg könnte dies mit dem expliziten Rechtsanspruch auf den Zugang zu einer allgemeinen Schule zusammenhängen.
  • Von den knapp 32.000 Schülerinnen und Schülern, die im Jahr 2018 die Förderschulen verließen, blieben drei Viertel ohne Hauptschulabschluss. Vergleicht man dies mit den Abschlüssen von Schülerinnen
    und  Schülern mit sonderpädagogischer Förderung an sonstigen allgemeinbildenden Schulen, erreichen Jugendliche dort deutlich häufiger einen Hauptschul­ oder mittleren Abschluss. 

Methodik

Veröffentlicht: 2020
Nächste Veröffentlichung: 2022
Methodische Hinweise: „Bildung in Deutschland“ ist ein Bericht, der alle zwei Jahre eine systematische Bestandsaufnahme des gesamten deutschen Bildungssystems auf Basis von Daten der amtlichen Statistik und aus sozialwissenschaftlichen Erhebungen bietet. Der Bildungsbericht wird durch die Kultusministerkonferenz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und durch eine Gruppe unabhängiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellt.

Es gib u.a. einen eigenen Abschnitt „Sonderpädagogische Förderung in Förder­ und Regelschulen“.