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Bildungsbericht

Die Kultusministerkonferenz veröffentlicht im Bildungsbericht alle zwei Jahre eine Bestandsaufnahme des gesamten deutschen Bildungssystems, unter anderem zur Inklusion von Kindern mit sonderpädagogischer Förderung.

Ausgewählte Ergebnisse

  • Im Jahr 2016/17 wurden gut 0,5 Mio. Kinder und Jugendliche in allgemeinbildenden Schulen sonderpädagogisch gefördert.
  • In den letzten Jahren ist ihre Anzahl zwar nur leicht gestiegen, allerdings bedeutet dies aufgrund der insgesamt sinkenden Schülerzahlen einen Anstieg der Förderquote von 5,3 auf 7,1 %.
  • Zwischen den Förderschwerpunkten sind dabei deutliche Verschiebungen zu konstatieren: Wenngleich nach wie vor der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler dem Förderschwerpunkt „Lernen“ zugeordnet ist, werden hier ca. 68.000 Kinder weniger gefördert als noch 2000/01; dies entspricht einem Rückgang um 26 %.
  • Demgegenüber hat sich die Schülerzahl in nahezu allen anderen Förderschwerpunkten erhöht, im Bereich „Emotionale und soziale Entwicklung“ mit 87.000 sogar mehr als verdoppelt. Die Hintergründe dieser Entwicklungen sind weitgehend unbekannt.
  • Von den gut 520.000 Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischer Förderung wurden 2016/17 knapp 60 % in Förderschulen unterrichtet.
  • In Hessen werden 5,6 % der Schülerinnen und Schüler, in Mecklenburg-Vorpommern mit 9,8 % nahezu doppelt so viele, sonderpädagogisch gefördert. Dies verweist auf eine sehr unterschiedliche Praxis der Feststellungs- und Klassifizierungsverfahren förderbedürftiger Kinder.
  • Hinzu kommen gravierende Unterschiede hinsichtlich der Verteilung der Kinder auf Förderschulen und sonstige allgemeinbildende Schulen.

Methodik

Veröffentlicht: 2018
Nächste Veröffentlichung: 2020
Methodische Hinweise: „Bildung in Deutschland“ ist ein Bericht, der alle zwei Jahre eine systematische Bestandsaufnahme des gesamten deutschen Bildungssystems auf Basis von Daten der amtlichen Statistik und aus sozialwissenschaftlichen Erhebungen bietet. Der Bildungsbericht wird durch die Kultusministerkonferenz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und durch eine Gruppe unabhängiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellt.

Es gibt ein eigenes Kapitel „Inklusion von Kindern mit sonderpädagogischer Förderung“.