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Der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen – Schwerbehinderte Menschen

In der Broschüre der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit werden Informationen über die Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und berufliche Weiterbildung von schwerbehinderten Menschen in NRW veröffentlicht. 

Ausgewählte Ergebnisse

  • Ende 2015 besaßen in Nordrhein-Westfalen rund 1.769.000 Einwohnerinnen und Einwohner einen anerkannten Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50. Zwei Jahre zuvor waren es noch rund 3.000 Personen oder 0,2 % mehr. Die Bevölkerung wuchs im gleichen Zeitraum um 1,6 %. Die Anteile der schwerbehinderten Menschen steigen mit zunehmenden Alter.
  • Die Zahl der Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die verpflichtet sind, schwerbehinderte Menschen einzustellen, ist gestiegen. Insgesamt waren 2016 in Nordrhein-Westfalen 33.170 Unternehmen betroffen. Das waren 641 oder 2 % mehr als im Vorjahr.
  • Die Beschäftigung der über das Anzeigeverfahren gemeldeten schwerbehinderten Personen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Im Jahr 2016 wurden 261.732 schwerbehinderte Beschäftigte registriert, dies waren 19.370 oder 8 % mehr als ein Jahr zuvor.
  • Die Besetzungsquote der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Menschen betrug im Jahr 2016 landesweit 5,2 %. Insgesamt wurden jahresdurchschnittlich 280.261 Pflichtarbeitsplätze als besetzt angerechnet. Gleichzeitig blieben aber 56.658 Pflichtplätze unbesetzt.
  • Im Zeitraum vom November 2017 bis Oktober 2018 waren in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 47.183 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 653 oder 1,4 % weniger als im Jahresdurchschnitt 2016. Trotzdem stieg der Anteil der schwerbehinderten Menschen an allen Arbeitslosen weiter an und liegt nun bei 7,16 %.
  • Nachteilig für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt wirken sich neben den gesundheitlichen Einschränkungen häufig ein hohes Alter und eine lange Dauer der Arbeitslosigkeit aus. Positiv wirkt die verhältnismäßig gute Qualifikation der schwerbehinderten Arbeitslosen. Alles in allem führt es zu geringeren Aufnahmen einer Erwerbstätigkeit als bei Personen ohne Schwerbehinderung.

Methodik

Veröffentlicht: November 2018
Datenstand: Oktober 2018
Nächste Veröffentlichung: 2019