Sprungnavigation Tastaturkurzbefehle

Suche und Service

Inhalt

Der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen – Schwerbehinderte Menschen

In der Broschüre der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit werden Informationen über die Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Qualifikation von schwerbehinderten Menschen in NRW veröffentlicht. 

Ausgewählte Ergebnisse

  • Einen anerkannten Grad der Behinderung von mindestens 50 besaßen Ende 2019 in Nordrhein-Westfalen rund 1.910.271 Einwohnerinnen und Einwohner. Damit ist die Zahl innerhalb der vergangenen zwei Jahre um rund 92.300 Personen oder 5,1 Prozent angestiegen. 
  • Von den schwerbehinderten Menschen waren 782.424 Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und unter 65 Jahren.
  • Die Zahl der Arbeitgeber, die verpflichtet sind, schwerbehinderte Menschen einzustellen, ist gestiegen. Insgesamt waren 2019 in Nordrhein-Westfalen 35.611 Unternehmen betroffen. Das waren 760 Betriebe oder 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Im Jahr 2019 waren in Nordrhein-Westfalen 262.682 schwerbehinderte Beschäftigte registriert, dies waren 1.777 Beschäftigte oder 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
  • Die Besetzungsquote der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Menschen betrug im Jahr 2019 landesweit 5,12 Prozent. Insgesamt wurden jahresdurchschnittlich 293.500  Pflichtarbeitsplätze als besetzt angerechnet. Gleichzeitig blieben aber 60.051 Pflichtplätze unbesetzt.
  • Mit den ersten Eindämmungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie stieg die Arbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen schlagartig an. Dabei waren die schwerbehinderten Menschen geringer von der Steigerung betroffen als die Arbeitslosen ohne Schwerbehinderung. Im April 2020 lag die Arbeitslosigkeit der schwerbehinderten Menschen gegenüber April 2019 um +8,9 Prozent höher, gegenüber +14,9 Prozent bei Arbeitslosen ohne Schwerbehinderung.
  • Von der darauffolgenden Erholung ab April 2021 konnten die schwerbehinderten Menschen aber nur gering profitieren. Die Arbeitslosigkeit der Menschen ohne Schwerbehinderung sank im Frühjahr 2021 deutlich stärker als die der schwerbehinderten Arbeitslosen. Im Oktober 2021 lag die Arbeitslosigkeit der  schwerbehinderten Menschen um -2,3 Prozent unter dem Wert im Oktober 2020, aber noch +8,7 Prozent über dem Wert von Oktober 2019. Die Arbeitslosigkeit der Menschen ohne Schwerbehinderung hingegen sank gegenüber Oktober 2020 sehr deutlich um -11,9 Prozent, lag aber noch um +7,2 Prozent über dem Wert von Oktober 2019.
  • Nachteilig für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt wirken sich neben den gesundheitlichen Einschränkungen häufig das Alter und eine lange Dauer der Arbeitslosigkeit aus. Alles in allem führt es zu geringeren Aufnahmen einer Erwerbstätigkeit als bei Personen ohne Schwerbehinderung.

Methodik

Veröffentlicht: November 2021
Datenstand: Oktober 2021