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Integrationsfachdienste

Integrationsfachdienste (IFD) beraten und unterstützen schwerbehinderte Menschen und Betriebe bei der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben. Sie handeln im Auftrag der Integrationsämter oder Rehabilitationsträger.

Ausgewählte Ergebnisse

  • 2019 gab es in Deutschland 192 Integrationsfachdienste mit 1.267 Stellen.
  • Die Zahl der vom Integrationsfachdienst unterstützten Personen lag in 2019 bei 62.400 Personen. Fast 69 % der unterstützten Personen standen in einem Beschäftigungsverhältnis. Die Zahl der Klienten aus den WfbM lag bei rund 1.400 Personen. Die Zahl der Klienten aus Schulen betrug etwas mehr als 12.800 Schüler und Schülerinnen.
  • Menschen mit einer seelischen oder neurologischen Beeinträchtigung bildeten mit 38 % die größte Gruppe der Klienten. An zweiter Stelle folgte die Gruppe der Menschen mit einer geistigen oder Lernbeeinträchtigung mit fast 23 %.
  • Hauptauftraggeber der Integrationsfachdienste mit 58.820 Beauftragungen bzw. 94 Prozent aller Beauftragungen blieben auch in 2019 die Integrationsämter. Die Beauftragungen durch die Rehabilitationsträger sind seit Jahren rückläufig. In 2019 ergingen nur noch 2.558 Aufträge. Die Träger der Arbeitsvermittlung beauftragten die Integrationsfachdienste nur noch in knapp 700 Fällen.
  • Die Gesamtkosten für die Integrationsfachdienste lagen 2019 bei 98,73 Millionen Euro. Die durchschnittlichen Fallkosten betrugen über alle Fälle und Leistungsträger hinweg 1.516 Euro. 
  • Mit 94 Millionen Euro übernahmen die Integrationsämter 2019 den größten Anteil an der Finanzierung der Integrationsfachdienste.
  • Viele Arbeitgeber schalten den Integrationsfachdienst immer früher ein: In 2019 ging in rund 11.000 Fällen die Initiative, den Integrationsfachdienst einzuschalten, vom Arbeitgeber aus – fast
    18 % aller Fälle.
  • Im Jahr 2019 konnten 88 % oder 17.870 Beschäftigungsverhältnisse erfolgreich gesichert werden.
  • 1.860 schwerbehinderte Menschen konnten erfolgreich in ein Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden. 208 der Vermittlungen entfielen dabei auf Stellen in Inklusionsbetrieben.

Methodik

Veröffentlicht: Dezember 2020
Datenstand: 2019
Nächste Veröffentlichung: 2021
Methodische Hinweise: Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) veröffentlicht einmal jährlich einen Bericht über die Verwendung der Ausgleichsabgabe, unter anderem über die Förderung der Integrationsfachdienste.