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Inklusionsbetriebe

Inklusionsbetriebe beschäftigen mindestens 30 % schwerbehinderte Menschen. Als Arbeitgeber des allgemeinen Arbeitsmarkts haben sie sich zu einem wichtigen und stabilen Angebot für beruflich besonders betroffene schwerbehinderte Menschen entwickelt. Die Zahl der Inklusionsbetriebe in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich an.

Ausgewählte Ergebnisse

  • 2018 sind 919 Inklusionsbetriebe von den Integrationsämtern anerkannt und gefördert worden.
  • In allen Inklusionsbetrieben zusammen arbeiteten rund 13.000 schwerbehinderte Menschen, davon waren 12.200 durch ihre Behinderung beruflich besonders beeinträchtigt.
  • Der Anteil der seelisch behinderten Beschäftigten in den Inklusionsbetrieben lag 2018 bei 28 % und der mit geistiger Behinderung bei 23 %.
  • Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der seelisch und geistig behinderten Beschäftigten gegenüber den Beschäftigten mit Körper- und Mehrfachbehinderungen leicht gesunken.
  • Die Integrationsämter förderten 2018 die Inklusionsbetriebe bundesweit mit rund 94 Mio. Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe – 1 Mio. Euro mehr als 2017.
  • Rund 80 Mio. Euro oder 85 % der Gesamtförderung wurden als Nachteilsausgleich für die spezifischen Belastungen erbracht, die aus der Beschäftigung vieler beruflich besonders beeinträchtigter Menschen resultierten. Sie dienten als Produktivitätsausgleich bei einer Leistungsminderung und zur Abdeckung eines besonderen personellen Aufwands für die Unterstützung der beeinträchtigten Beschäftigten.
  • Fast 12 Mio. Euro – also 12 % der gesamten Förderung an Inklusionsbetriebe – flossen in die investive Förderung für Aufbau, Erweiterung, Modernisierung und Ausstattung von Arbeitsplätzen.
  • In die betriebswirtschaftliche Beratung der Unternehmen investierten die Integrationsämter 2 Mio. Euro.
  • Als „Bonus für Gesundheit und Weiterbildung” – eine mit dem BTHK neu eingeführte Leistung – zahlten die Integrationsämter 180.000 Euro.

Methodik

Veröffentlicht: November 2019
Datenstand: 2018
Nächste Veröffentlichung: 2020
Methodische Hinweise: Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) veröffentlicht einmal jährlich einen Bericht über die Verwendung der Ausgleichsabgabe, unter anderem über die Förderung der Inklusionsbetriebe.