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IW-Analyse: Menschen mit Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt

Die IW-Analyse erstellt einen empirisch fundierten Überblick über die Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderungen auf Basis amtlicher Statistiken sowie von Menschen mit Beeinträchtigungen auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP).

Ausgewählte Ergebnisse

  • Die Auswertung zeigt, dass sich erwerbsbezogene Merkmale von Menschen mit Beeinträchtigungen zum Teil deutlich von Durchschnittswerten aller Erwerbstätigen beziehungsweise Beschäftigten unterscheiden.
  • So ist ihre Erwerbsbeteiligung geringer, sie arbeiten häufiger in Teilzeit und sind seltener im erlernten Beruf tätig.
  • Die Zukunftserwartungen von Beschäftigten mit Beeinträchtigungen, die von Neuerungen am Arbeitsplatz betroffen sind, sind zum Teil von einer größeren Skepsis hinsichtlich der Auswirkungen dieser Neuerungen geprägt.
  • Beschäftigte mit Beeinträchtigungen sind – wie alle Beschäftigten – im Durchschnitt mit ihrer Arbeit eher zufrieden, allerdings weisen sie im Vergleich zu allen Beschäftigten einen geringeren Anteil von Personen auf, die mit ihrer Arbeit hochzufrieden sind.
  • Zudem machen sie sich größere Sorgen um die eigene wirtschaftliche Situation.
  • Ein weiteres Ergebnis lautet: Je nach Grad der Behinderung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit können sich etwa die Hälfte oder rund ein Viertel der nicht erwerbstätigen Menschen mit Beeinträchtigungen vorstellen, in Zukunft eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen.

Methodik

Veröffentlicht: November 2021
Datenstand: verschiedene Jahre
Für die Auswertungen werden u. a. Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) herangezogen. Das SOEP ist eine repräsentative Befragung privater Haushalte, die seit dem Jahr 1984 jährlich durchgeführt wird. Zurzeit werden jedes Jahr in Deutschland etwa 30.000 Teilnehmer in fast 11.000 Haushalten befragt. Fragen zu Erwerbsminderung, Schwerbehinderung und Gesundheit ermöglichen detaillierte Auswertungen zur Erwerbssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen.