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Inklusionsbarometer Arbeit

Das Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch informiert über den Stand der Inklusion von behinderten Menschen in der Arbeitswelt.

Ausgewählte Ergebnisse

  • Die Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten ist in diesem Jahr auf ein Rekordtief von 156.621 gesunken (Vorjahr: 162.373).
  • Die Situation der Langzeitarbeitslosen mit Behinderung ist jedoch weiterhin angespannt. Sie benötigen durchschnittlich 359 Tage (Vorjahresbarometer: 366), bis sie eine Anstellung gefunden haben – 100 Tage länger als Nicht-Behinderte.
  • Auch der Anteil der Langzeitarbeitslosen ist mit 43,4 Prozent (Vorjahresbarometer: 44,4) wesentlich höher als bei Menschen ohne Behinderung (34,8 Prozent).
  • Die Beschäftigungsquote Schwerbehinderter sinkt auf 4,63 Prozent (Vorjahresbarometer: 4,67 Prozent). Damit wird die gesetzlich vorgeschriebene Fünf-Prozent-Quote erneut verfehlt.
  • Öffentliche Arbeitgeber übererfüllen die Mindestquote mit 6,5 Prozent zwar – bei privaten Unternehmen machen Schwerbehinderte aber nur 4,1 Prozent der Mitarbeiter aus.
  • Der Anteil der Arbeitgeber, die mindestens einen Pflichtarbeitsplatz besetzten, fällt auf 74,4 Prozent (Vorjahresbarometer: 74,5 Prozent, Fünf-Jahres-Wert 72,4 Prozent).
  • Alle Pflichtarbeitsplätze werden bei 39,6 Prozent der Arbeitgeber besetzt (Vorjahresbarometer: 39,7 Prozent, Fünf-Jahres-Wert. 37,6 Prozent).
  • Die Anträge auf Kündigung Schwerbehinderter bei den Integrationsämtern liegen mit 20.945 deutlich unter dem Durchschnitt der Basisjahre und noch einmal niedriger als im Vorjahr.

Methodik

Veröffentlicht: November 2019
Nächste Veröffentlichung: 2020
Methodische Hinweise: Das Handelsblatt Research Institute erstellt das „Inklusionsbarometer Arbeit” jährlich im Auftrag der Aktion Mensch. Ziel des Inklusionslagebarometers ist es, Auskunft über den aktuellen Grad der Inklusion von Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt zu geben.

In der Ausgabe 2019 wertet die Studie vorhandene statistische Daten zu schwerbehinderten Menschen aus, zum Beispiel die Beschäftigungsquote, die Arbeitslosigkeit, Anträge auf Kündigung und die Besetzung von Pflichtarbeitsplätzen.