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Inklusionsbarometer Arbeit

Das Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch ist ein Instrument zur Messung von Fortschritten bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Ausgewählte Ergebnisse

  • Die Zahlen aus dem aktuellen Inklusionsbarometer Arbeit ergeben, dass sich die Inklusionslage am Arbeitsmarkt im Jahr 2024 erneut verschlechtert hat. Der Negativtrend aus 2023 setzt sich also fort und hält auch in 2025 an.
  • 11,6 % der erwerbsfähigen Menschen mit Schwerbehinderung waren 2024 im Jahresdurchschnitt arbeitslos gemeldet. Zum Vergleich: Die allgemeine Arbeitslosenquote lag im selben Zeitraum bei 6 %
  • Fast die Hälfte der Arbeitslosen mit Behinderung (genau 44,4 %) war 2024 bereits ein Jahr und länger ohne Beschäftigung. Bei Arbeitslosen ohne Behinderung lagt der Anteil der Langzeit-Arbeitslosen 2024 bei 34,9 %.
  • Nur etwas mehr als ein Drittel der Arbeitgeber*innen, die dazu verpflichtet sind, erfüllten 2024 die vorgegebene Beschäftigungs-Quote von 5 % Mitarbeiter*innen mit Behinderung in ihrem Unternehmen.
  • Etwa die Hälfte der rund 3 Mio. Menschen mit Behinderung, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, hatten 2024 einen Arbeitsplatz. Allgemein lag diese Erwerbsquote in Deutschland (bei den 15-64-Jährigen) bei 77 %.

Methodik

Veröffentlicht: November 2025
Nächste Veröffentlichung: 2026 
Methodische Hinweise: Das Handelsblatt Research Institute erstellt das „Inklusionsbarometer Arbeit” jährlich im Auftrag der Aktion Mensch und besteht aus zwei Teilen: dem Inklusionslagebarometer und dem Inklusionsklimabarometer. 

Im Inklusionslagebarometer werden vorhandene amtliche statistische Arbeitsmarktdaten zu Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung ausgewertet. Dazu gehören unter anderem die Beschäftigungsquote, die Arbeitslosigkeit, Anträge auf Kündigung und die Besetzung von Pflichtarbeitsplätzen. 

Das Inklusionsklimabarometer basiert auf zwei Umfragen: einer Befragung unter 800 Menschen mit Behinderung, die im ersten Arbeitsmarkt beschäftigt sind, sowie einer unter 500 Unternehmen auf dem ersten Arbeitsmarkt, die Menschen mit Behinderung beschäftigen. Im Fokus stehen die innerbetriebliche Arbeitswelt, die allgemeine Arbeitsmarktsituation sowie die jeweiligen Erfahrungen von Arbeitnehmer*innen und Unternehmen.