Mikrozensus: Erwerbsquote

Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der ein Prozent der Privathaushalte jährlich nach seinen Lebensbedingungen befragt wird. Fragen zu der Erwerbsquote von Menschen mit Behinderung werden im Rahmen des Mikrozensus alle vier Jahre gestellt.

Ausgewählte Ergebnisse

  • 2013 waren von insgesamt 10,2 Mio. behinderten Menschen 2,9 Mio. Erwerbspersonen. Die überwiegende Mehrheit (7,3 Mio.) gehörte zur Gruppe der Nichterwerbspersonen.
  • 2,7 Mio. behinderte Menschen waren erwerbstätig.
  • Die Erwerbsquote bei den behinderten Männern lag bei 31 %, bei den behinderten Frauen bei 26 %. Bei den nichtbehinderten Personen lagen die Werte viel höher (Männer: 70 %, Frauen: 57 %). Das liegt zum Teil an dem höheren Anteil älterer Menschen bei den Menschen mit Behinderung.
  • Bei den 15- bis 65-Jährigen lag die Erwerbsquote bei den behinderten Menschen bei 54 %, bei den nichtbehinderten bei 80 %.

Methodik

Veröffentlicht: 2015 (Pressemitteilung)
Datenstand: 2013
Nächste Veröffentlichung: 2019
Methodische Hinweise: Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der ein Prozent der Privathaushalte jährlich nach seinen Lebensbedingungen befragt wird. Auf Grundlage der Antworten ist eine Schätzung der Gesamtzahl aller amtlich anerkannten behinderten Menschen möglich – also aller Personen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 20 bis 100. Fragen zur Behinderung werden jedoch nicht in jeder Erhebungswelle gestellt, sondern nur alle vier Jahre.

Die Erwerbsquote zeigt den Anteil der Erwerbspersonen an der jeweiligen Bevölkerungsgruppe in Prozent [%]. Erbwerbspersonen sind alle Personen ab 15 Jahre, die eine Erwerbstätigkeit ausüben oder suchen (also erwerbstätige und erwerbslose Personen).