Mikrozensus: Erwerbsquote

Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der ein Prozent der Privathaushalte jährlich nach seinen Lebensbedingungen befragt wird. Dabei werden auch Fragen zur Ermittlung der Erwerbsquote von Menschen mit Behinderung  gestellt. Die Erwerbsquote gibt an, welcher Teil der Bevölkerung erwerbsfähig ist (erwerbstätig oder erwerbslos).

Ausgewählte Ergebnisse

  • 2023 waren von insgesamt 7,3 Mio. behinderten Menschen 2,5 Mio. Erwerbspersonen. Die überwiegende Mehrheit (4,8 Mio.) gehörte zur Gruppe der Nichterwerbspersonen.
  • 61,9 % der Menschen mit Behinderung zwischen 15 und 64 Jahren waren berufstätig oder suchten nach einer Tätigkeit, bei den nicht-behinderten Menschen waren es 82,8 %.
  • Die Erwerbsquote der Menschen mit Behinderung (15 bis unter 65 Jahre) lag weiterhin deutlich unter der Quote der nichtbehinderten Menschen: Im Jahr 2023 belief sich die Erwerbsquote bei den Männern mit Behinderung auf 64,1 % (Männer ohne Behinderung: 86,6 %), bei den Frauen mit Behinderung auf 59,6 % (Frauen ohne Behinderung: 79,0 %).
  • Der deutliche Unterschied der Erwerbsquoten von Menschen mit und ohne Behinderung ist zum Teil durch den höheren Anteil Älterer unter den behinderten Menschen begründet. Gleichwohl liegt die Erwerbsquote der behinderten Menschen ab dem 25. Lebensjahr auch bei einem Vergleich nach Altersklassen deutlich unter derjenigen der Nichtbehinderten. Dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen.