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Zentrale Herausforderung: Teilhabe am Arbeitsleben

Die Aktion Mensch hat mit einer Befragung die zentralen Alltagsherausforderungen von Menschen mit Schwerbehinderung untersucht. An zweiter Stelle sahen die Befragten Herausforderungen im Kontext der Teilhabe am Arbeitsleben.

Ausgewählte Ergebnisse: Verbesserungen im Bereich Beruf allgemein

(573 Befragte)

  • 48 % bemängeln die schlechte Verfügbarkeit von technischen Hilfsmitteln, die das Arbeiten erleichtern können
  • 61 % sehen im Bereich technische Ausstattung zudem dringenden Handlungsbedarf, um die Inklusion in den nächsten fünf Jahren voranzutreiben
  • 41 % wünschen sich eine Verbesserung hinsichtlich einer barrierefreien räumlichen Ausstattung 
  • 46 % wünschen sich Unterstützung bei der Berufswahl
  • 39 % wünschen sich einen inklusiven, das heißt diskriminierungsfreien Bewerbungsprozess

Ausgewählte Ergebnisse: Verbesserungsbedarf in Bezug auf integrative/inklusive Arbeitgeber*innen

(506 Befragte)

  • 58 % wünschten sich mehr Verständnis für die Beeinträchtigung durch Schwerbehinderung
  • 48 % wünschten sich mehr Vertrauen in die Leistungsfähigkeiten von Menschen mit Schwerbehinderung
  • wünschten sich einen besseren Umgang mit psychischen Behinderungen (44 %) und körperlichen Behinderungen (41 %)

Methodik

Veröffentlicht: Mai 2021
Methodik: Im Februar/März 2021 hat die Aktion Mensch 1.001 in Deutschland lebende Menschen mit Schwerbehinderung zum Thema „Zentrale Alltagsherausforderungen“ befragt. Alle Befragten hatten einen amtlich festgestellten Grad der Behinderung von mindestens 50 und waren von 16 bis 64 Jahre alt. 

Die Auswertung der Antworten, dass die größten Herausforderungen für Menschen mit Schwerbehinderung in den letzten fünf Jahren diesen drei Themenfeldern zuzuordnen sind:

  1. Der Umgang und das Verhalten der Ämter und Behörden mit und gegenüber Menschen mit Schwerbehinderung scheint für die Befragten die größte Problematik darzustellen.
  2. An zweiter Stelle sehen die Befragten Herausforderungen im Kontext der Teilhabe am Arbeitsleben, gefolgt von
  3. den Herausforderungen bezüglich des Angebots an Fortbewegungsmitteln beziehungsweise der generellen Thematik der Mobilität.