Mikrozensus: Erwerbslosigkeit

Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der ein Prozent der Privathaushalte jährlich nach seinen Lebensbedingungen befragt wird. Die Informationen zur Erwerbslosigkeit von Menschen mit Behinderung sind nur alle vier Jahre Bestandteil des Mikrozensus und stammen aus der integrierten Arbeitskräfteerhebung.

Ausgewählte Ergebnisse

  • Im Jahr 2013 waren insgesamt 193.000 behinderte Menschen erwerbslos.
  • Behinderte Menschen sind häufiger erwerbslos als nichtbehinderte: die Erwerbslosenquote beträgt bei den behinderten Menschen 6,7 % – bei den nichtbehinderten 5,2 %.
  • Gegenüber 2009 sind für beide Gruppen deutliche Rückgänge der Erwerbslosenquote zu verzeichnen: bei den behinderten Menschen von 9 % auf 6,7 %, bei den nichtbehinderten von 7,6 % auf 5,2 %.

Methodik

Veröffentlicht: 2015 (Pressemitteilung)
Datenstand: 2013
Nächste Veröffentlichung: 2019
Methodische Hinweise: Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der ein Prozent der Privathaushalte jährlich nach seinen Lebensbedingungen befragt wird. Die Informationen zur Erwerbslosigkeit von Menschen mit Behinderung sind nur alle vier Jahre Bestandteil des Mikrozensus und stammen aus der integrierten Arbeitskräfteerhebung.

Definition „Erwerbslos”: Erwerbslos sind Personen ohne Erwerbstätigkeit im Alter von 15 bis 74 Jahren, die sich in den letzten vier Wochen aktiv um eine Arbeitsstelle bemüht haben und sofort, das heißt innerhalb von zwei Wochen, für die Aufnahme einer Tätigkeit zur Verfügung stehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Person bei einer Arbeitsagentur als arbeitslos gemeldet ist oder nicht.

Diese Abgrenzung folgt dem Labour-Force-Konzept der International Labour Organization (ILO). Die Un­ter­schie­de zwischen den Erwerbslosen und den Arbeitslosen der Bun­des­agen­tur für Arbeit sind erheblich. Einer­seits können nicht bei den Arbeitsagenturen registrierte Arbeits­uchende erwerblos sein. Andererseits zählen Arbeitslose, die eine Tätigkeit von weniger als 15 Wochenstunden ausüben, nach ILO-Definition nicht als Erwerbslose, sondern als Erwerbstätige.