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Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosigkeit

Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht im Rahmen ihrer Arbeitsmarktstatistik auch die Arbeitslosenzahlen schwerbehinderter Menschen.

  • 2019 waren im Jahresdurchschnitt 154.696 schwerbehinderte Menschen arbeitslos (6,8 % aller Arbeitslosen).
  • Das waren 1.925 schwerbehinderte Menschen weniger als 2018 (-1,2 %).
  • Zugänge in Arbeitslosigkeit: 354.284 (+2,2 %)
  • Abgänge aus Arbeitslosigkeit: 372.987 (+0,2 %)

Datenquelle

Methodik

Veröffentlicht: Februar 2020
Datenstand: 2019
Nächste Veröffentlichung: 2021
Methodische Hinweise: Die Arbeitslosenquote setzt die Zahl der Arbeitslosen ins Verhältnis zur Zahl der Erwerbspersonen, die sich aus den zivilen Erwerbstätigen und den Arbeitslosen zusammensetzt. Diese Bezugsgröße wird auf Basis zurückliegender Daten einmal jährlich festgeschrieben.

  • Auch schwerbehinderte Menschen profitieren von der aktuell guten Arbeitsmarktlage. Die Arbeitslosigkeit ging 2018 aber nicht ganz so stark zurück wie bei nicht schwerbehinderten Menschen.
  • Arbeitslose mit Schwerbehinderung sind gut qualifiziert: Anteilig finden sich bei schwerbehinderten Arbeitslosen etwas mehr Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung als bei nicht schwerbehinderten Arbeitslosen.
  • Schwerbehinderten Arbeitslosen gelingt es trotzdem seltener als nicht schwerbehinderten, eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufzunehmen – gemessen am Arbeitslosenbestand werden sie allerdings auch nicht so häufig arbeitslos.
  • Die Dynamik der Arbeitslosigkeit ist – auch in der Altersgruppe der 25- bis unter 55-Jährigen – bei schwerbehinderten Arbeitslosen deutlich geringer als bei nicht schwerbehinderten. Die Dauer der Arbeitslosigkeit und der Anteil der Langzeitarbeitslosen sind daher deutlich höher.

Datenquelle

Methodik

Veröffentlicht: April 2019 (aktualisiert: Juli 2019)
Datenstand: verschiedene bis 2018
Nächste Veröffentlichung: 2020
Methodische Hinweise: Die Veröffentlichung gibt einen Überblick über die Arbeitsmarktsituation schwerbehinderter Menschen in Deutschland.

Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen 2008 bis 2017

Eine offizielle Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen existiert nicht. Für eine jährliche Darstellung werden jedoch Arbeitslosenquoten schwerbehinderter Menschen auf Basis eingeschränkter Bezugsgrößen ermittelt, siehe Methodik Datenquelle (3).

  • Die Arbeitslosenquote schwerbehinderter (und ihnen gleichgestellter) Menschen lag 2018 bei 11,2 %. Sie ist deutlich höher als eine entsprechend berechnete personengruppenübergreifende Referenzquote (2018: 6,5 %).
  • Im Vorjahresvergleich nahm die bundesweite Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen um 0,5 Prozentpunkte ab, während sich die personengruppenübergreifende Referenzquote um 0,7 Prozentpunkte reduzierte.
  • Gegenüber 2009 wird bei den arbeitslosen schwerbehinderten Menschen ein Minus von 3,4 Prozentpunkten ausgewiesen, im Vergleich zu -4 Prozentpunkten bei der Referenzquote.

Datenquelle

Methodik

Veröffentlicht: Juni 2019
Datenstand: verschiedene bis 2018
Nächste Veröffentlichung: 2020
Methodische Hinweise: Bei der Quotenbildung wird die Arbeitslosenzahl des jeweiligen Jahres auf die Zahl der schwerbehinderten abhängigen Erwerbspersonen des Vorjahres bezogen.

Die abhängigen Erwerbspersonen setzen sich wie folgt zusammen: arbeitslose Schwerbehinderte, beschäftigte Schwerbehinderte bei Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern mit 20 oder mehr Arbeitsplätzen und beschäftigte Schwerbehinderte bei Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern mit weniger als 20 Arbeitsplätzen. Letzterer Wert wird nur alle fünf Jahre erhoben und deshalb bis zum Vorliegen aktuellerer Werte für die folgenden Jahre übernommen.

Jahresdurchschnitte zu beschäftigten Schwerbehinderten bei Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern mit 20 oder mehr Arbeitsplätzen können in Analogie zur jahresdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit bis derzeit 2016 berechnet werden. Entsprechend können die Arbeitslosenquoten schwerbehinderter Menschen auf Basis eingeschränkter Bezugsgrößen bis derzeit einschließlich 2017 berechnet werden. Bei der Interpretation der Quoten sollte unbedingt beachtet werden, dass die Bestandteile der Bezugsgröße – sowie oben dargestellt – unterschiedlich erhoben werden und zeitlich auseinanderliegen.

Zum Vergleich wird eine personengruppenübergreifende Referenzquote gebildet. Dabei werden alle Arbeitslosen auf folgende Teilkomponenten der Bezugsgröße zur Berechnung der Arbeitslosenquote auf Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen bezogen: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Beamte und Arbeitslose. Damit werden die Arbeitslosenquoten schwerbehinderter Menschen und die personengruppenübergreifenden Referenzquoten analog berechnet.