Inhalt

NRW-Statistik: Schwerbehinderte Menschen

Die Statistik über die schwerbehinderten Menschen wird nach dem Gesetz zur Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen (Sozialgesetzbuch Neuntes Buch – SGB IX) in Verbindung mit dem Gesetz über die Statistik für Bundeszwecke durchgeführt.

Ausgewählte Ergebnisse

  • Ende 2017 lebten in Nordrhein-Westfalen nahezu 1,82 Mio. schwerbehinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50. Das waren 2,8 % mehr als bei der letzten Erhebung Ende 2015 und 10,8 % mehr als zehn Jahre zuvor (2007: 1,64 Mio.).
  • Mehr als die Hälfte (56,2 %) aller Betroffenen war Ende 2017 mindestens 65 Jahre alt.
  • 10 % der weiblichen und 10,4 % der männlichen Bevölkerung Nordrhein-Westfalens galten Ende 2017 im Sinne dieser Statistik als schwerbehindert.
  • Knapp ein Viertel (23,4 %) der schwerbehinderten Menschen wies den maximalen GdB von 100 auf.
  • 41 % der Betroffenen hatten mindestens zwei Behinderungen.
  • Bei 21 % war eine „Beeinträchtigung der Funktion innerer Organe“ die Hauptbehinderungsart.
  • Am zweithäufigsten wurde mit 18,1 % die Kategorie „Querschnittlähmung, zerebrale Störungen, geistig-seelische Behinderung sowie Suchtkrankheiten“ verzeichnet, gefolgt von „Funktionseinschränkungen von Gliedmaßen“ (10,6 %).
  • Von „Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule“ waren 9 %, von „Blindheit beziehungsweise Sehbehinderung“ waren 3,9 % betroffen.
  • Bei 3,5 % der schwerbehinderten Menschen waren „Sprach- oder Sprechstörungen, Taubheit, Schwerhörigkeit oder Gleichgewichtsstörungen“ Gründe für die Behinderung.

Methodik

Veröffentlicht: März 2019
Datenstand: Dezember 2017
Nächste Veröffentlichung: 2021
Methodische Hinweise: Die Statistik stützt sich auf Angaben der im Land Nordrhein-Westfalen zuständigen Aufgabenträger (kreisfreie Städte und Kreise).