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Mikrozensus

Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der ein Prozent der Privathaushalte nach seinen Lebensbedingungen befragt wird – u. a. werden auch Fragen zur Behinderung gestellt. Der Mikrozensus wird vom Statistischen Bundesamt durchgeführt.

Ausgewählte Ergebnisse 2019

  • Im Jahr 2019 lebten in Deutschland 10,4 Millionen Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung in Privathaushalten.
  • Im Durchschnitt war somit gut jeder achte Einwohner in Privathaushalten (13 %) behindert. Etwas mehr als die Hälfte davon (51 %) waren Männer.
  • Der größte Teil, nämlich rund 7,6 Millionen Menschen, war schwerbehindert, 2,8 Millionen Menschen lebten mit einer leichteren Behinderung. 
  • Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So waren 76 % behinderten Menschen 55 Jahre oder älter. Der entsprechende Anteil dieser Altersgruppe innerhalb der nichtbehinderten Menschen betrug demgegenüber nur 32 %.
  • Insgesamt 16 % der behinderten Menschen im Alter von 25 bis 44 Jahren hatten keinen allgemeinen Schulabschluss. Menschen ohne Behinderung in diesem Alter waren deutlich seltener ohne Abschluss (4 %). Abitur hatten hingegen 17 % der behinderten und 38% der nichtbehinderten Menschen in dieser Altersklasse.
  • Am Arbeitsmarkt zeigt sich eine geringere Teilhabe der behinderten Menschen: 69 % der behinderten Menschen im Alter von 25 bis 44 Jahren waren erwerbstätig oder suchten nach einer Tätigkeit, bei den gleichaltrigen Nichtbehinderten waren es 88 %. 
  • Behinderte Menschen zwischen 25 und 44 Jahren waren häufiger erwerbslos. Die Erwerbslosenquote betrug 5 %, die entsprechende Quote bei den Nichtbehinderten lag bei 3 %.

Methodik

Veröffentlicht: April 2021
Datenstand: 2019
Nächste Veröffentlichung: 2022
Methodische Hinweise: Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der ein Prozent der Privathaushalte (2019: 754.00 Personen / 378.00 Haushalte) jährlich nach seinen Lebensbedingungen befragt wird. Auf Grundlage der Antworten ist eine Schätzung der Gesamtzahl aller amtlich anerkannten behinderten Menschen möglich – also aller Personen mit einem Grad der Behinderung von 20 bis 100.

Fragen zur Behinderung / Beeinträchtigung werden seit 2017 jedes Jahr gestellt. Die Fragen werden nicht mehr in Einrichtungen / Gemeinschaftsunterkünften gestellt, sondern nur noch in Privathaushalten. Die Fragen zur Behinderung werden mit freiwilliger Auskunftserteilung gestellt. Die Antwortquote zu den Fragen zur Behinderung beträgt dabei 2019 rund 92%.