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Mikrozensus

Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der ein Prozent der Privathaushalte nach seinen Lebensbedingungen befragt wird – Fragen zur Behinderung werden seit 2017 jedes Jahr gestellt. Der Mikrozensus wird vom Statistischen Bundesamt durchgeführt.

Ausgewählte Ergebnisse 2017

  • Im Jahr 2017 lebten in Deutschland 10,2 Millionen Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung in Privathaushalten.
  • Im Durchschnitt war somit gut jeder achte Einwohner in Privathaushalten (13 %) behindert.
  • Der größte Teil, nämlich rund 7,5 Millionen Menschen, war schwerbehindert, 2,8 Millionen Menschen lebten mit einer leichteren Behinderung.
  • 75 % der behinderten Menschen waren 55 Jahre oder älter. Der entsprechende Anteil dieser Altersgruppe innerhalb der nichtbehinderten Menschen betrug demgegenüber nur 32 %.
  • Insgesamt 14 % der behinderten Menschen im Alter von 25 bis 44 Jahren hatten keinen allgemeinen Schulabschluss. Menschen ohne Behinderung in diesem Alter waren deutlich seltener ohne Abschluss (3 %).
  • Abitur hatten hingegen 17 % der behinderten und 36 % der nichtbehinderten Menschen in dieser Altersklasse.
  • 70 % der behinderten Menschen im Alter von 25 bis 44 Jahren waren erwerbstätig oder suchten nach einer Tätigkeit, bei den gleichaltrigen Nichtbehinderten waren es 88 %.
  • Behinderte Menschen zwischen 25 und 44 Jahren waren häufiger erwerbslos. Die Erwerbslosenquote betrug 6 %, die entsprechende Quote bei den Nichtbehinderten lag bei 4 %.

Methodik

Veröffentlicht: März 2020
Datenstand: 2017
Nächste Veröffentlichung: 2021
Methodische Hinweise: Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der ein Prozent der Privathaushalte (2017: 758.00 Personen / 379.00 Haushalte) jährlich nach seinen Lebensbedingungen befragt wird. Auf Grundlage der Antworten ist eine Schätzung der Gesamtzahl aller amtlich anerkannten behinderten Menschen möglich – also aller Personen mit einem Grad der Behinderung von 20 bis 100.

Fragen zur Behinderung / Beeinträchtigung werden ab 2017 jedes Jahr gestellt. Die Fragen werden nicht mehr in Einrichtungen / Gemeinschaftsunterkünften gestellt, sondern nur noch in Privathaushalten. Die Fragen zur Behinderung werden mit freiwilliger Auskunftserteilung gestellt. Die Antwortquote beträgt 82 %.