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Hörbehinderung

Ende 2023 waren laut Schwerbehindertenstatistik 52.385 schwerbehinderte Menschen gehörlos und 255.095 Menschen schwerhörig.

Ausgewählte Ergebnisse

  • 7 % der Befragten gaben an, dass sie aufgrund von Tinnitus ihren Job aufgeben mussten.
  • 11 % musste ihre wöchentliche Arbeitszeit reduzieren.
  • 72 % beschrieben, dass der Tinnitus ihren Arbeitsalltag insgesamt schwieriger macht.
  • Die Befragten beschrieben eine Reihe von Herausforderungen im Arbeitsalltag über das Hören hinaus: z. B. Konzentrationsprobleme, reduzierte Produktivität, Probleme bei Gesprächen und Meetings in geräuschvollen Umgebungen, erhöhte Erschöpfung, langsamere Arbeitsgeschwindigkeit und Neigung zu Fehlern. 
  • Indirekte Begleiterscheinungen: Schlafstörungen, Angst, Frustration, Rückzug aus sozialen Interaktionen

Methodik

Veröffentlicht: Februar 2026
Methodische Hinweise: Die Studie der Anglia Ruskin University hat untersucht, wie sich Tinnitus auf Beschäftigung, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden im Beruf auswirkt und was das sowohl für Betroffene als auch für Unternehmen bedeutet. Bei der Online-Befragung nahmen 449 Erwachsene mit Tinnnitus teil.

Ausgewählte Ergebnisse

  • 83 % der Befragten fühlen sich insgesamt gut im Job integriert.
  • 81 % können ihre berufliche Tätigkeit aufgrund der Arbeitsgestaltung im Großen und Ganzen uneingeschränkt ausüben.
  • 40 % der Befragten, die mit persönlichen Hörhilfen versorgt sind, sind mit ihrer persönlichen Hörhilfen-Versorgung nicht vorbehaltlos zufrieden.
  • 47 % fühlen sich ausreichend zum Thema Beruf im Zusammenhang mit ihrer Einschränkung informiert.
  • 25 % fühlen sich in ihrem Unternehmen nicht ausreichend unterstützt.

Methodik

Veröffentlicht: März 2020
Datenstand: 2019
Methodische Hinweise: Von April bis Juli 2019 führte REHADAT eine Online-Befragung durch mit dem Ziel, Details über die Arbeitssituation von Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit sowie deren Erfahrungen im Beruf herauszufinden.

Insgesamt beteiligten sich 753 Personen mit unterschiedlich stark ausgeprägten Hörschädigungen an der Befragung – alle Grade der Schwerhörigkeit waren zu beinahe ähnlich großen Anteilen vertreten.

Ausgewählte Ergebnisse

  • Datenbasis: 3.189 berufstätige, schwerbehinderte Menschen mit Hörschädigung.
  • 84 % sind auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt.
  • 39 % sind bei öffentlichen Arbeitgebern und 45 % bei privaten Arbeitgebern beschäftigt.
  • 30 % schätzen ihren Arbeitsplatz als hörgeschädigten-gerecht ein.
  • 33 % finden, dass ihr Arbeitsplatz mit den erforderlichen technischen Hilfsmitteln ausgestattet ist.

Methodik

Datenstand: 2010/2011
Methodische Hinweise: Die Ergebnisse entstammen einer Umfrage bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit einer Hörschädigung – durchgeführt von der Forschungsstelle zur Rehabilitation von Menschen mit kommunikativer Behinderung (FST) an der Universität Halle Wittenberg in Kooperation unter anderem mit dem Deutschen Schwerhörigenbund und dem Deutschen Gehörlosenbund.

3.189 Fragebögen von schwerbehinderten Berufstätigen mit einer Hörschädigung wurden ausgewertet.