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Blindheit und Sehbehinderung

Ende 2017 waren laut Schwerbehindertenstatistik 72.752 schwerbehinderte Menschen blind, 47.563 waren hochgradig sehbehindert, und 230.507 hatten eine sonstige Sehbehinderung.

Insgesamt waren das 350.822 Menschen.

Ausgewählte Ergebnisse

  • 86 % der Befragten gaben an, in ihrem Unternehmen herrsche ein unterstützendes Klima.
  • 84 % der Studien-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer können ihrer Tätigkeit aufgrund der Arbeitsgestaltung uneingeschränkt nachgehen.
  • 84 % der sehbehinderten oder blinden Befragten fühlen sich insgesamt gut im Job integriert.
  • 66 % sagten, ihr Arbeitsumfeld sei behinderungsgerecht gestaltet.
  • 64 % fühlen sich ausreichend informiert.

Methodik

Veröffentlicht: Juni 2019
Datenstand: Sommer 2018
Methodische Hinweise: REHADAT hat die Online-Befragung im Sommer 2018 durchgeführt. Ziel war es, Details über die Arbeitssituation von blinden und sehbehinderten Menschen und deren Erfahrungen im Beruf herauszufinden.

Insgesamt 128 Personen beteiligten sich an der Befragung, darunter über die Hälfte (56 %) blinde Personen und 44 % (hochgradig) sehbehinderte Menschen. Die große Mehrheit (84 %) der Befragten befand sich im klassischen Erwerbsalter zwischen 30 und 59 Jahren.

Die Ergebnisse der Umfrage sind in die REHADAT-Wissensreihe „Ich sehe das einfach anders. Wie sich die berufliche Teilhabe von Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit gestalten lässt“ eingeflossen (siehe unten).

Datenquelle

Ausgewählte Ergebnisse

  • Mehr als ein Fünftel der befragten Erwachsenen gibt Schwierigkeiten im Bereich Sehen an. Die Sehschwierigkeiten werden überwiegend als „leicht“ eingeschätzt.
  • Frauen berichten Sehschwierigkeiten signifikant häufiger als Männer. Der vollständige Verlust der Fähigkeit, Zeitung zu lesen oder eine Person in vier Metern Entfernung zu erkennen, ist bei Frauen wie Männern sehr selten (etwa 1 %).
  • Eine deutliche Zunahme von leichten und großen Sehschwierigkeiten ist bei Frauen und Männern ab einem Alter von 45 Jahren zu beobachten. Bei den Ab-65-Jährigen geben 37 % der Frauen und 29 % der Männer eine Beeinträchtigung oder den Verlust des Sehvermögens an.
  • Die Sehfähigkeit variiert bei Männern und Frauen mit dem Bildungsstatus. Bei Frauen ab einem Alter von 30 Jahren und bei Männern zwischen 30 und 64 Jahren sind Sehschwierigkeiten in der unteren Bildungsgruppe signifikant stärker verbreitet als in der oberen Bildungsgruppe.

Methodik

Veröffentlicht: 2014
Datenstand: 2012/2013
Methodische Hinweise: In der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell 2012“ (GEDA 2012) gaben über 19.000 Befragte Auskunft zu ihrem Gesundheitszustand, ihrem Befinden, ihren Lebensgewohnheiten und ihren Lebensumständen. Mehr als 30 gesundheitsrelevante Themen von Asthma über Diabetes und Impfungen bis Zahnvorsorge werden in Faktenblättern dargestellt. Darin werden die Ergebnisse in nach Alter, Geschlecht und Bildung untergliederten Tabellen aufgeführt, regionale Unterschiede dargestellt, Kernaussagen formuliert und Ergebnisse bewertet.

Datenquelle