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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das Interview: Helga Stender


Autor/in:

Glasow, Margit


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

RehaTreff, 2006, 6. Jahrgang (Ausgabe 3), Seite 52-55, Ettlingen: Agentur Werner Schneider GmbH


Jahr:

2006



Abstract:


Helga Stender ist Inhaberin eines Ladens für Gesundheitsprodukte aller Art. Sie wurde 1951 ohne Hüftgelenkspfannen geboren und ist seit einem schweren Unfall vollständig auf den Rollstuhl angewiesen.

Nach Beendigung der Schule machte sie eine Ausbildung zur Stenophonotypistin, zur Facharbeiterin für Schreibtechnik und absolvierte zusätzlich Ausbildungen zur Versicherungsfachfrau und Finanzkauffrau und in der Naturheilkunde. Während ihrer Ausbildungszeit wurde sie stets von ihren Ausbildern unterstützt, da es oft schwierig war, mit dem Rollstuhl an gewisse Orte zu gelangen.

Sie besuchte eine normale Schule, wurde aber wegen ihres Hüftgelenkleidens gehänselt. Außerdem habe sie neben ständigen Schmerzen auch große Minderwertigkeitskomplexe gehabt, die ihr oftmals übel mitspielten. Nach der Grenzöffnung stieg sie wie viele anderen zunächst in den Verkauf ein.

Wegen weiterer gesundheitlicher Probleme begann sie sich noch stärker ihrer Gesundheitsausbildung zu widmen. Sie absolvierte eine Heilpraktikerausbildung in Thailand und ebenso eine als Lebensberaterin. Durch ihre Ausbildungen wurde ihr Selbstbewusstsein gestärkt, wobei die Persönlichkeitsentwicklungsseminare bei Alfred Stielau-Pallas besonders wichtig waren.

Ihr Wohlfühlzentrum hat sie im August vergangenen Jahres eröffnet. Kaufen kann man dort biologische Produkte im kosmetischen Bereich, im medizinischen Bereich und für den Haushalt. Ihre Kunden stecken oftmals selbst in einer Lebenskrise und suchen nach Rat, um sich gesundheitlich wieder aufbauen zu können. Bezüglich ihrer Behinderung habe sie schon oft gehört, dass Kunden sie um ihre Kraft bewundern und ihnen dies helfe, besser mit den eigenen Problemen umzugehen.

Helga Stender ist der Auffassung, dass sie wegen ihrer Behinderung mehr leisten müsse um Erfolg zu haben, da sie schon für alltägliche Dinge mehr Kraft brauche und man es als Frau im Berufsleben einfach schwerer habe als ein Mann. Dennoch sei wirkliche Gesundheit nicht davon abhängig, ob jemand körperliche Gebrechen habe, sondern wie er denke.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Magazin RehaTreff
Homepage: http://rehatreff.de/rehatreff

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0173/0038


Informationsstand: 23.05.2007

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