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Bibliographische Angaben zur Publikation

Pro und Contra: Öffnung der WfbM für andere Zielgruppen?


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

KLARER KURS, 2015, 8. Jahrgang (Heft 4), Seite 24-25, Hamburg: 53 Grad NORD, ISSN: 1867-6693


Jahr:

2015



Abstract:


In diesem Bericht werden die Ansichten von Martin Berg, Vorstandsvorsitzender der BAG WfbM und Corinna Rüffer, behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen, zum Thema 'Öffnung der WfbM für andere Zielgruppen?' dargestellt.

Martin Berg plädiert für die Öffnung, da er einen Vorteil darin sieht, dass sich durch die zunehmend differenzierten Angebote der Werkstattträger stark weiterentwickelt hat und durch sehr qualifizierte Mitarbeiter, die Werkstätten über eine einzigartige Fachkompetenz bei der Gestaltung von Beschäftigungsformen verfügen. Menschen mit starken Beeinträchtigungen haben in Werkstätten die Möglichkeit auf Teilhabe am Arbeitsleben, damit ergänzen und gestalten nach Martin Berg, Werkstätten den Arbeitsmarkt, der im Sinne der Inklusion allen Menschen eine Beschäftigungsmöglichkeit bietet.

Er ist der Ansicht, dass es für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, unter den richtigen Gegebenheiten, eine Möglichkeit wäre durch die Beschäftigung in einer Werkstatt am Arbeitsleben teilzunehmen. Martin Berg ist sich jedoch bewusst, dass es ein langfristiger Prozess mit vielen Gesprächen aller Beteiligten wäre, bei dem es zu keiner Verschlechterung der Teilhabe am Arbeitsleben für die derzeitigen Werkstattbeschäftigten kommen dürfte.

Corinna Rüffer spricht sich gegen die Öffnung aus, da sie die Werkstatt als einen Sonderarbeitsmarkt sieht, der spezifische Leistung für einen spezifischen Personenkreis anbietet. Zwar hat sich der Personenkreis in den Werkstätten verändert, aber für Corinna Rüffer bedeutet dies nicht das Werkstätten inklusiver geworden sind. Dafür müssten die beruflichen und finanziellen Perspektiven innerhalb der WfbM angepasst werden.

Ihr geht es vielmehr darum, 'normale Betriebe' so zu strukturieren und zu unterstützen, dass Menschen mit Beeinträchtigungen dort arbeiten können. In diesem Zusammenhang schätzt sie die Fachkompetenz der Werkstätten und sieht in ihnen eine Hilfestellung, um Menschen den Übergang aus der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


KLARER KURS - Magazin für berufliche Teilhabe
Homepage: https://www.53grad-nord.com/klarer_kurs.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0170/0095


Informationsstand: 21.04.2016

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