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Bibliographische Angaben zur Publikation

Verfahren zur Bestimmung der beruflichen Belastung durch Heben und Tragen schwerer Lasten oder extreme Rumpfbeugehaltung und deren Beurteilung im Berufskrankheiten Feststellungsverfahren


Autor/in:

Hartung, Emil; Dupuis, Heinrich


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die BG, 1994, Heft 7, Seite 452-458, Berlin: Schmidt, ISSN: 0723-7561


Jahr:

1994



Abstract:


Es wird ein zweistufiges Verfahren zur Belastungsermittlung dargestellt, das sich in eine schriftliche Befragung des Versicherten und der Unternehmen zur vorgelegenen Belastung und ab einer bestimmten Belastungshöhe in eine genaue Belastungsanalyse der Arbeitsbedingungen durch Arbeitsplatzerhebungen durch den Technischen Aufsichtsbeamten und deren Beurteilung gliedert.

Zur Beschreibung der gesamten beruflichen Belastung dient ein Verfahren, mit dem unterschiedliche Belastungen für verschiedene Tätigkeitsabschnitte, unter Berücksichtigung von Belastungshöhe und -dauer, zu einer Gesamt-Belastungsdosis der Lendenwirbelsäule zusammengefasst werden können.

Durch den Vergleich dieses Dosiswertes mit einem aus epidemiologischen Studien und praktischen Erfahrungen begründeten Dosisrichtwerten kann eine Entscheidung dahingehend getroffen werden, ob eine berufliche Belastung vorgelegen hat, bei der mit einer gesundheitlichen Gefährdung der Lendenwirbelsäule zu rechnen ist oder nicht.

Es werden der Inhalt der Merkblätter zu den Berufskrankheiten Nr. 2108 (Lendenwirbelsäule) und 2109 (Halswirbelsäule) hinsichtlich der technischen Voraussetzungen für ein erhöhtes Gesundheitsrisiko vorgenannter Wirbelsäulenabschnitte wiedergegeben und die Bearbeitungsschritte im Rahmen des Feststellungsverfahrens nach BK-Anzeige aufgezeigt.

Im Rahmen der 1. Stufe der Belastungsermittlung wird ein standardisierter 'Kurz-Erhebungsbogen' eingesetzt. Ist danach nur ein Kriterium nicht erfüllt, so ist in der Regel eine haftungsbegründende Kausalität zu verneinen.

Die 2. Stufe der Ermittlung erfolgt mit einem 'Lang-Erhebungs- und Beurteilungsbogen', der die Teile
- Belastungsermittlung
- Abschätzung der Druckkraft im Bereich L5/S1 und
- die Berechnung einer Gesamt-Belastungsdosis umfasst.

Aus den bisherigen Erfahrungen mit dem 2-Stufen-Verfahren ergibt sich, dass die Forderung einer 10-jährigen Belastungsdauer laut Merkblättern realistisch ist und auch als Anerkennungsvoraussetzung für eine BK der Lendenwirbelsäule nach Einwirkung von Ganzkörperschwingungen (Berufskrankheit Nr. 2110) gelten kann.

(Th. Peters)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Betriebliche Prävention (vormals BPUVZ, die BG)
Homepage: https://www.beprdigital.de/archiv.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0156/0061


Informationsstand: 21.03.1996

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