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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Risikoindex Erwerbsminderungsrente als Instrument zur Erkennung von Rehabilitationsbedarf


Autor/in:

Spanier, Katja; Radoschewski, Friedrich Michael; Mohnberg, Inka [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin, 2014, 24. Jahrgang, Seite A27, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0940-6689


Jahr:

2014



Abstract:


Kongressbeitrag:


Einleitung:

Geprüft wurde, inwiefern der aus administrativ verfügbaren Daten (zum Beispiel Einkommen und Krankengeldbezugsdauer) gebildete Risikoindex Erwerbsminderungsrente (RI-EMR) als Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Rehabilitationsbedarf geeignet ist.

Methoden:

Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund wurden 2013 mittels Fragebogen befragt. Die Erhebungsdaten wurden mit Daten aus den Versichertenkonten verknüpft, um den RI-EMR zu bilden. Der kategorisierte RI-EMR (hoch, mittel, niedrig) wurde mit Verhaltensrisiken, Lebensqualität, Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen und erwerbsbezogenen Teilhabeeinschränkungen in Beziehung gesetzt. Zudem wurde mit Receiver Operating Characteristic Curves geprüft, inwiefern der RI-EMR hinreichend zwischen Personen mit und ohne Einschränkungen differenziert.

Ergebnisse:

1261 Männer und 1465 Frauen wurden in die Analysen eingeschlossen. Personen mit hohen Risikoindexwerten hatten im Vergleich zu Personen mit niedrigen Risikoindexwerten 1,5- bis 2,9-fach erhöhte Odds für gesundheitsbezogene Verhaltensrisiken, 1,5- bis 3,9-fach erhöhte Odds für starke Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen und 1,8- bis 5,4-fach erhöhte Odds für verschiedene erwerbsbezogene Teilhabeeinschränkungen. Die Zusammenhänge der Risikoindexwerte mit gesundheitsbezogener Lebensqualität waren niedrig bis moderat. Obwohl die Vorhersage erwerbsbezogener Teilhabeeinschränkungen über den kontinuierlichen RI-EMR gelang, differenzierte der Index zwischen Personen mit und ohne Einschränkungen nur schwach und nicht ausreichend.

Schlussfolgerung:

Der RI-EMR zeigt plausible Zusammenhänge mit den untersuchten gesundheitsbezogenen Indikatoren. Eine adäquate Differenzierung von stark und weniger stark rehabilitationsbedürftigen Personen ist mit dem RI-EMR jedoch nur eingeschränkt möglich.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin
Homepage: https://www.thieme.de/de/physikalische-rehabilitations-kuror...

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Referenznummer:

R/ZS0152/0048


Informationsstand: 18.01.2017

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