Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Bedeutung des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes für die Beurteilung des Ursachenzusammenhanges in der gesetzlichen Unfallversicherung

Dargestellt an einem Fallbeispiel



Autor/in:

Meyer-Clement, Michael; Bultmann, Stefan; Wich, Michael


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2016, 112. Jahrgang (Heft 6), Seite 260-265, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2016



Abstract:


Medizinische Erfahrungssätze, die ein Gericht seiner Entscheidung zu Grunde legt, müssen auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand beruhen. In der hier dargestellten Fallgestaltung geht es um die Frage, ob eine traumatische Bandscheibenschädigung, auch ohne Begleitverletzung, durch ein Anlassgeschehen (wenn auch ein gewaltsames) im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung verursacht werden kann.

Der 10. Senat des LSG Baden-Württemberg (LSG BW) hat sowohl im Ausgangsverfahren (Beschluss vom 22.12.2010, Aktenzeichen: L 10 U 3840/10, als auch nach der Zurückverweisung (Urteil vom 18.06.2015, Az. L 10 U 221/13) durch das Bundessozialgericht, aus eigener, nicht medizinischer, Überzeugung einen Ursachenzusammenhang bejaht, ohne den hierfür erforderlichen aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisstand festzustellen und zu berücksichtigen.

Der im wiedereröffneten Berufungsverfahren gehörte Gutachter hat sich auf eine medizinische Einzelmeinung in der Literatur gestützt und nicht den aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisstand zugrunde gelegt. Anhand dieses Falles soll der aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisstand zu traumatischen Bandscheibenschäden dargestellt und aufgezeigt werden, dass ein isolierter Bandscheibenschaden ohne eine nachweisbare Begleitverletzung als wissenschaftlich nicht gesichert gilt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0151/0186


Informationsstand: 02.02.2017

in Literatur blättern