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Bibliographische Angaben zur Publikation

Sozialmedizinische Begutachtung bei chronischen Schmerzzuständen


Autor/in:

Keller, Fritz; Schairer, U.; Kappis, B. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2016, 112. Jahrgang (Heft 2), Seite 56-59, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2016



Abstract:


Bei ca. zwei Drittel der in Rentenverfahren vor Sozialgerichten zur Verhandlung kommenden Fälle der neurologisch-psychiatrischen und chirurgisch-orthopädischen Fachgebiete stehen Schmerzen im Vordergrund der Beschwerden. Beauftragte Gutachten müssen nach dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand gefertigt werden. Bei der Begutachtung von Personen mit chronischen Schmerzen müssen die indirekten Parameter sorgfältig erhoben und in einer Art Puzzle miteinander in Verbindung gesetzt werden.

Die neurobiologischen Forschungserkenntnisse der letzten Jahre beinhalten einen weitreichenden Paradigmenwechsel für Diagnostik, Differenzialdiagnose, Therapie und Begutachtung chronischer Schmerzerkrankungen. Das Schmerzverarbeitungssystem im Gehirn ist sehr eng mit dem Stressverarbeitungssystem verzahnt. Deshalb reicht eine ausschließlich am Ausmaß der peripheren Gewebsschädigung orientierte Bewertung nicht aus. Psychische, soziale und biographische Einflussfaktoren müssen sorgfältig und gezielt abgeklärt, bewertet und gegebenenfalls auch die Möglichkeit eines rein zentral generierten Schmerzgeschehens berücksichtigt werden.

Die Umsetzung der aktuellen Leitlinie für die ärztliche Begutachtung von Menschen mit chronischen Schmerzen ist Gegenstand diverser Fortbildungen, unter anderem eines Curriculums und Abfassung eines Leitfadens der Interdisziplinäre Gesellschaft für Psychosomatische Schmerztherapie IGPS.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0151/0174


Informationsstand: 16.03.2016

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