Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitsunfähigkeit nach Herzinfarkt


Autor/in:

Schwartau, M.; Frombach, R.; Seger, Wolfgang


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 1997, 93. Jahrgang (Heft 3), Seite 93-99, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

1997



Abstract:


Die Prognose des akuten Herzinfarktes (HI) hat sich infolge der verbesserten Therapiemöglichkeiten einschließlich invasiver Notfalleingriffe wie zum Beispiel Bypassoperation in der Akutbehandlung wie auch langfristig deutlich verbessert. Allerdings versterben noch zwei Drittel der Patienten in den ersten 24 Stunden zwischen Symptombeginn und Einlieferung in die Klinik.

Die Langzeitprognose ist nach überstandenen HI durch moderne medikamentöse und operative Behandlungsformen sowie rehabilitative Maßnahmen, die die kardiopulmonale Leistung verbessern, und durch Reduzierung der Risikofaktoren günstig.

Die Länge der Arbeitsunfähigkeit wird bestimmt durch die kardiopulmonale Leistungsbreite, das Beschwerdebild und den ausgeübten Beruf. Im Vergleich zu anderen Ländern ist der relativ hohe Anteil an HI-Patienten, die nach der Anschlussbehandlung (AHB) noch arbeitsunfähig sind. Als Gründe dafür werden insbesondere lange Liegezeiten in Akut- und AHB-Kliniken genannt.

Trotz umfassender medizinischer Versorgung ist die Zahl der Rückkehrer in das Erwerbsleben relativ gering. Ziel der kardiologischen Rehabilitation sollte daher die Eingliederung in das Erwerbsleben und das soziale Umfeld sein. Durch geeignete Untersuchungsmethoden ist dafür eine möglichst genaue Einschätzung des Funktionsverlustes und die Evaluierung des kardiovaskulären Risikoprofils erforderlich. Dabei muss die vom Patienten geschilderte Beschewrdesymptomatik immer in Relation zu den objektiven der Ergometrie, Echokardiographie und Linksherzkatheteruntersuchung stehen.

Die Frage, ob die Arbeitsunfähigkeit nach HI beendet werden kann, lässt sich letztendlich nur individuell anhand des Beschwerdebildes, der objektiven Untersuchungsparameter und der beruflichen Tätigkeit, für deren Abschätzung eine detaillierte Berufsanamnese zu fordern ist, beantworten.

(T.Giesen, Bonn)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0151/0099


Informationsstand: 13.08.1998

in Literatur blättern