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Bibliographische Angaben zur Publikation

Burnout-Syndrom - Präventive Aspekte


Autor/in:

Portune, Roland


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2014, 110. Jahrgang (Heft 4), Seite 164-167, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2014



Abstract:


In der öffentlichen wie auch in der betriebsinternen Diskussion ist 'Burnout' in den letzten Jahren überaus präsent geworden. Ob es sich dabei jedoch um eine Krankheit handelt, und vor allem, wie damit umzugehen ist, wird kontrovers diskutiert. In der aktuell gültigen International Classification of Diseases (IDC-10) ist Burnout nicht als eigenständige Erkrankung beziehungsweise Störung, jedoch als Zusatzdiagnose vermerkt. In den Statistiken der Krankenversicherungsträger führen seit einigen Jahren Diagnosen aus dem Feld der Depression und Angststörung die Liste der durch psychische Störungen beziehungsweise Erkrankungen verursachten Arbeitsunfähigkeitstage an. Entsprechende Hintergründe und Implikationen werden diskutiert.

Ausgehend von den Burnout-Konzeptionen von Freudenberger (1974) sowie vor allem von Maslach und Jackson (1981) fokussiert die Burnout-Forschung üblicherweise auf die Dimensionen emotionale Erschöpfung, Depersonalisation/Zynismus, das Gefühl verringerter Leistungsfähigkeit, sowie den Rückgang arbeitsbezogener Motivation. Relevante Forschungsarbeiten werden exemplarisch vorgestellt. Im deutschsprachigen Raum hat Burisch (2010) ein Phasenmodell entwickelt, das den schleichenden Verlauf von der anfänglich positiv bewerteten (Hyper-)Aktivität bis hin zum von Verzweiflung geprägten Endstadium schildert.

Mithilfe des Phasenmodells werden vielfältige Möglichkeiten für systematische präventive Ansätze deutlich. Abschließend wird mithilfe des Drei-Ebenen-Interventionsmodells veranschaulicht, dass Burnout-Prävention aufgrund der Komplexität der Thematik die Kombination verschiedener Präventions- und Interventionsmaßnahmen erforderlich macht.

Hierbei zeigt sich die Notwendigkeit, nicht ausschließlich am betroffenen Menschen anzusetzen, sondern im Sinne der Verhältnisprävention die betriebliche und nach Möglichkeit auch die gesellschaftliche Ebene mit einzubeziehen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

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Referenznummer:

R/ZS0151/0085


Informationsstand: 15.09.2014

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