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Bibliographische Angaben zur Publikation

Unterstützte Kommunikation - eine sinnvolle Ergänzung der ergotherapeutischen Arbeit?


Autor/in:

Schneider, Annerose


Herausgeber/in:

Borgmann, Dieter


Quelle:

praxis ergotherapie, 2005, 18. Jahrgang (Heft 2), Seite 84-87, Dortmund: verlag modernes lernen, ISSN: 0932-9692


Jahr:

2005



Abstract:


Kommunikation ist für alle Menschen ein existentielles Grundbedürfnis. Durch die fehlende Möglichkeit hierzu fühlen sich die Betroffenen isoliert und deutlich in ihrer Lebensqualität beschnitten. Man setzt sich in Deutschland seit den siebziger Jahren mit den Problemen nicht oder kaum sprechender Menschen auseinander. Um eine höhere Effizienz erreichen zu können, wurde die weltweite Organisation ISAAC (International Society of Augmentative and Alternative Communication) gegründet.

Seit 1990 besteht ISACC als Verein auch in Deutschland. Lange Zeit wurden die vielfältigen Möglichkeiten der 'Unterstützen Kommunikation' (UK) fast ausschließlich im Sonderschulbereich eingesetzt, nur wenige Personen aus anderen Arbeitsbereichen hatten Zugang zu diesem Wissen, aufgrund begrenzter Fortbildungsmöglichkeiten.

Ziel und Aufgabe der UK ist, nicht oder nicht verständlich sprechenden Menschen mit adäquaten Hilfen zur Kommunikation auszustatten. Zu dieser Personengruppe gehören Menschen mit folgenden Behinderungen oder Erkrankungen:
- Körperbehinderungen, zum Beispiel Tetraplegie, Athetose, Paresen;
- Geistige Behinderungen, Chromosomenanomalien, spezifische Syndrome (Down-Syndrom, Angelman-Syndrom etc.) - (Schwerst-) Mehrfachbedingungen;
- Neurologische und muskuläre Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Muskeldystrophien, Amyotrophe Lateralskelerose, schwere Aphasien und Dysarthrien, Parkinson-Syndrom, Chorea Huntington etc.;
- Erworbene Schädigungen nach Unfällen: Schädelhirntrauma, hohe Querschnittslähmung, Wachkoma;
- Autismus;
- Unklaren Diagnosen oder temporäre Problematiken nach Operationen (bei Intubation, Verletzung der Stimmbänder, Gesichts- und Kieferoperationen etc.).

Die UK gliedert sich in zwei große Bereiche: die nicht-technischen und die technischen Hilfen. Diese werden individuell eingesetzt.

Bei den nicht-technischen Kommunikationshilfen ist es wichtig herauszufinden, welche körpereigenen Kommunikationsmöglichkeiten eine Person bereits zur Verständigung nutzt. Nach dieser ersten Einschätzung versucht die UK im Sinne der totalen Kommunikation alle körpereigenen Möglichkeiten zur Verständigung zu nutzen. Auch kommt es zum Einsatz von sprachunterstützenden Gebärden.

Eine zweite Möglichkeit ist die der technischen Kommunikationshilfen. Hierbei wird zum einen auf sehr einfache Kommunikationsgeräte wie zum Beispiel einen Kassenrecorder ala auch auf sehr komplexe computergesteuerte Systeme zurückgegriffen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


praxis ergotherapie - Fachzeitschrift für Ergotherapie
Homepage: https://www.verlag-modernes-lernen.de/zeitschriften/praxis-e...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0139/0006


Informationsstand: 02.05.2005

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