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Bibliographische Angaben zur Publikation

Herausforderungen und Empfehlungen an Deutschland aus der Sicht der WHO


Autor/in:

Jakubowski, Elke; Kluge, Hans


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Public Health Forum, 2015, Volume 23 (Issue 1), Seite 38-40, Berlin: de Gruyter, ISSN: 0944-5587 (Print); 1876-4851 (Online)


Jahr:

2015



Abstract:


Trotz der Zunahme der Krankheitslast von chronischen Erkrankungen, die vermeidbar sind beziehungsweise sich zeitlich herauszögern lassen, schöpft Deutschland das Potenzial für die Gesundheitsförderung und die Prävention von Erkrankungen nur unzureichend aus. Das deutsche Gesundheitswesen konzentriert sich aufgrund der bestehenden Anreize auf die Versorgung durch Ärzte, Spezialisten und auf die Behandlung von Erkrankungen.

Weniger als fünf Prozent der Gesamtausgaben für Gesundheit fließen in die Gesundheitsförderung und die Prävention von Erkrankungen. Kurzfristig sollten mehr kosteneffektive Leistungen der Gesundheitsförderung und Prävention solidarisch finanziert, und der bezirklich organisierte öffentliche Gesundheitsdienst in Deutschland gestärkt werden.

Da die Bevölkerung weiter altern wird, und die Prävalenz von chronischen Erkrankungen und körperlichen und mentalen Einschränkungen weiter ansteigen werden, braucht Deutschland langfristig eine stärker interdisziplinär angelegte Versorgungsstruktur, in der nicht-ärztliche Berufsgruppen wie Pflegekräfte, Psychologen und Sozialarbeiter vermehrt in die gemeindenahe Prävention und das Management von Erkrankungen eingebunden werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Challenges and recommendations to Germany in the perspective of WHO


Abstract:


Many chronic diseases can be prevented and controlled by public health interventions, but the potential for health promotion and disease prevention in remains underutilized. The incentives structure in the Germany healthcare system has led to a very high degree of specialization and is focused on care provided by doctors and on treating, rather than preventing, diseases. Less than 5% of the overall health expenditure is spent on health promotion and disease prevention.

In the short term, cost-effective health promotion and disease prevention should be reinforced and district public health services strengthened. In the longer term, since the population will continue to age and the prevalence of chronic diseases and disabilities will further increase, Germany would benefit from a more interdisciplinary approach to providing preventative oriented health services to communities, with the engagement of other professionals beyond physicians, such as nurses, social workers and psychologists.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Public Health Forum
Homepage: https://www.degruyter.com/view/j/pubhef

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0121/0036


Informationsstand: 24.04.2015

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