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Bibliographische Angaben zur Publikation

Diskriminierung bei der Jobsuche - das AGG zeigt Wirkung


Autor/in:

Möller, Christiane


Herausgeber/in:

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)


Quelle:

Die Gegenwart, 2014, 68. Jahrgang (Heft 10), Seite 24-25, Berlin: Eigenverlag


Jahr:

2014



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Abstract:


Menschen mit Behinderung sind überdurchschnittlich häufig von Arbeitslosigkeit betroffen. Nach wie vor tun sich viele Arbeitgeber schwer, behinderte Menschen einzustellen. Die Autorin erläutert, welche rechtliche Handhabe es gegen Diskriminierungen bei der Stellenbesetzung gibt.

Dabei geht sie auf folgende Punkte ein:
1. Wer genießt Schutz vor Benachteiligungen?
2. Benachteiligungen im Sinne des AGG
3. Erleichterte Beweisführung
4. Benachteiligung erkennen

Gerade bei der Stellenbesetzung, von der Ausschreibung bis zur Neueinstellung eines Bewerbers, kommt es regelmäßig zur Benachteiligung behinderter Menschen. Welche Indizien hier für eine Diskriminierung sprechen können, zeigen die folgenden

Beispiele:

Lädt ein öffentlicher Arbeitgeber einen schwerbehinderten Bewerber entgegen seiner Pflicht aus § 82 Satz 2 SGB IX nicht zu einem Vorstellungsgespräch ein, ist dies nach dem Bundesarbeitsgericht als Benachteiligung zu werten. Eine 'nachgeholte' Einladung, nachdem der Bewerber einen Entschädigungsanspruch geltend gemacht hat, vermag das Indiz der Benachteiligung nicht zu beseitigen (BAG, Urteil vom 22.8.2013, Aktenzeichen: 8 AZR 563/12).

Ob die Frage nach dem Erfordernis von Hilfsmitteln als Benachteiligung zu werten ist, macht das Bundesarbeitsgericht vom Einzelfall abhängig, weil die Frage im Falle einer Einstellung auch von einem rechtstreuen Arbeitgeber gestellt werden würde (BAG, Urteil vom 21.2.2013, Aktenzeichen: 8 AZR 180/12).

Weiterhin urteilte das BAG, dass auch wenn ein Arbeitgeber die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen erfüllt, er die Regelung zum Diskriminierungsschutz nicht verletzen darf (BAG, Urteil vom 17.08.2010, Aktenzeichen: 9 AZR 839/08).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) | REHADAT-Recht
Urteil mit Aktenzeichen 8 AZR 563/12 | REHADAT-Recht
Urteil mit Aktenzeichen 8 AZR 180/12 | REHADAT-Recht
Urteil mit Aktenzeichen 9 AZR 839/08 | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Verbandszeitschrift Sichtweisen (vormals: 'Die Gegenwart')
Homepage: https://www.dbsv.org/verbandszeitschrift-sichtweisen.html

Sichtweisen erscheint in verschiedenen Formaten: als sehbehindertengerechte Schwarzschrift-Ausgabe, in Punktschrift zum Lesen mit den Fingern oder zum Hören auf der DAISY-CD 'DBSV-Inform', die zusätzlich die Hörzeitschriften der DBSV-Landesvereine enthält.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0114/0084


Informationsstand: 13.10.2014

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