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Bibliographische Angaben zur Publikation

Mit dem Rollstuhl im Auto unterwegs

Der neue Kraftknoten sichert den Benutzer, schafft aber Unsicherheit im Rechtsbereich



Autor/in:

Hell, Wolfram


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte e.V. (BAGH)


Quelle:

Selbsthilfe, 2004, Heft 2, Seite 21-22; 28, Wuppertal: Delphin-Werbung, ISSN: 0724-5572


Jahr:

2004



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Abstract:


In Deutschland sind derzeit etwa eine halbe Million Menschen auf einen Rollstuhl angewiesen. Für sie ist häufig das Auto das Mittel der Wahl bei der Fortbewegung. Die meisten Kraftfahrzeuge lassen sich mittlerweile auch auf die speziellen Bedürfnisse dieser Personengruppe umrüsten. Was jedoch, wenn der Rollstuhlbenutzer auf den besonders geformten Sitz seines Rollstuhls angewiesen ist oder das Übersetzen vom Rollstuhl auf den Autositz unmöglich ist?

Da bleibt nur die Möglichkeit, den Rollstuhl und seinen Nutzer in einem entsprechend geräumigen Fahrzeug zu transportieren. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Hilfsmittel gegen unkontrolliertes Verrutschen oder Kippen durch die Fahrbewegung gesichert werden muss. Leider ist diese Möglichkeit des Transports sehr unsicher. Der Rollstuhl bietet auch bei Festzurren mit Rückhaltegurten nicht die Sicherheit, die ein Autositz geben kann.

Um diesen Missstand zu beheben, wurden von der Bundesanstalt für Straßenwesen, der Volkswagen AG und dem Rollstuhlhersteller Meyra Untersuchungen durchgeführt, in der bessere Sicherungsmöglichkeiten erprobt wurden. Im Ergebnis zeigte sich, dass die beste praktikable Möglichkeit der sogenannte 'Kraftknoten' ist. Dies ist ein Produkt, das an einer vorher durch einen Sachkundigen festgelegten Stelle im Kraftwagen angebracht wird.

Inzwischen ist der Kraftknoten allgemein so anerkannt, dass im Falle eines Unfalls beim Transport von Rollstuhl und Rollstuhlnutzer ein Versicherungsschutz ohne Verwendung des Gerätes sehr fraglich ist. Fraglich ist allerdings auch noch, wer die Kosten für die Anschaffung des Kraftknotens übernimmt. In vielen Fällen trägt die Krankenkasse die Kosten, so bei körperbehinderten Schulkindern. Für Werkstattbeschäftigte zahlt meist der Sozialhilfeträger.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Selbsthilfe
Das Erscheinen der Zeitschrift wurde Ende 2015 eingestellt.
Homepage: https://www.bag-selbsthilfe.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0066/0046


Informationsstand: 03.11.2016

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