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Bibliographische Angaben zur Publikation

Diagnostische Urteilsbildung und Begutachtung


Autor/in:

Schmidt-Atzert, Lothar; Krumm, Stefan


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2007, 46. Jahrgang (Heft 1), Seite 9-15, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2007



Abstract:


Der Beitrag gibt einen Überblick über Prinzipien und Standards diagnostischer Urteile und der Begutachtung. Diagnostik dient dazu, konkrete Fragestellungen zu beantworten. Die klinische und die statistische Urteilsbildung stellen zwei Strategien zur Integration diagnostischer Informationen dar.

Es wird dargelegt, dass die Trefferquote von Validität, Basisrate und Selektionsrate abhängt und dass je nach Fragestellung angestrebt wird, viele Geeignete zu entdecken oder viele Ungeeignete abzulehnen (Sensitivität - Spezifität). Bei Vorliegen multipler Kriterien gibt es drei Strategien, für die sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden.

Für die Praxis der Begutachtung stehen Empfehlungen zur hypothesengeleiteten Erhebung von Daten und deren Integration zur Verfügung. Als spezielles Problem bei der Begutachtung wird Simulation/Aggravation thematisiert. Eine Auflistung von Qualitätsmerkmalen verdeutlicht, wodurch sich gelungene Gutachten auszeichnen. Abschließend werden qualitätssichernde Maßnahmen empfohlen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Diagnostic Judgement and Evaluation


Abstract:


The present article provides an overview of principles and standards for diagnostic decisions and evaluation. Assessment aims to answer concrete questions. Clinical and statistical judgements represent two strategies for the integration of diagnostic information.

It is illustrated that the hit-rate is closely linked to validity, base-rate, and selection-rate. Depending on the psychological question it might be necessary to either detect many appropriate or reject many inappropriate persons (sensitivity - specifity). In the case of multiple criteria three strategies are available, for which adequate practical applications are proposed.

As far as the assessment process is concerned, recommendations are available for hypothesis-guided data collection and integration. As a special assessment problem simulation/aggravation is discussed. A listing of quality aspects shows how to identify good evaluations. Finally, procedures to maintain a high quality are recommended.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/6092


Informationsstand: 22.03.2007

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