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Bibliographische Angaben zur Publikation

Überprüfung kalibrierter Itembanken zur Erfassung der beruflichen Funktionsfähigkeit an einer Stichprobe ambulanter kardiologischer Rehabilitanden


Autor/in:

Haschke, Anne; Abberger, Birgit; Schröder, Klaus [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2013, 52. Jahrgang (Heft 6), Seite 383-390, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2013



Abstract:


Hintergrund:

Die berufliche Funktionsfähigkeit stellt eine zentrale Zielgröße der kardiologischen Rehabilitation dar. Für die Erfassung der Funktionsfähigkeit im Beruf liegen jedoch keine umfassenden und ökonomischen Messinstrumente vor. Die Entwicklung von Itembanken basierend auf der Item-Response-Theorie stellt einen ersten Entwicklungsschritt zur Schließung dieser Lücke dar. Die Studie validiert die für die stationäre, kardiologische Rehabilitation entwickelten Itembanken zur Einschätzung der beruflichen Funktionsfähigkeit (WCIB-Cardio) an einer Stichprobe ambulanter kardiologischer Rehabilitationspatienten. Zusätzlich sollen Unterschiede zwischen ambulanten und stationären Rehabilitanden in Bezug auf die berufliche Funktionsfähigkeit untersucht werden.

Methodik:

Die Daten wurden bei 283 stationären kardiologischen Rehabilitanden in 14 Rehabilitationskliniken und 77 ambulanten kardiologischen Rehabilitanden in einem ambulanten Rehabilitationszentrum erhoben. Die WCIB-Cardio erfasst die beiden Bereiche 'kognitive berufliche Funktionsfähigkeit' (20 Items) und 'körperliche berufliche Funktionsfähigkeit' (18 Items). Die Validierung der Itembanken für die ambulante kardiologische Rehabilitation erfolgte mittels Rasch-Analysen.

Ergebnisse:

Für den Bereich kognitive berufliche Funktionsfähigkeit konnten 10 Items mit zufriedenstellenden Gütekriterien (Rasch-Reliabilität = 0,71; Modellpassung = 0,07) identifiziert werden. Für den Bereich der körperlichen beruflichen Funktionsfähigkeit konnten nach Ausschluss von 3 der 18 Items gute Werte für die Rasch-Reliabilität = 0,83 (Modellpassung = 0,65) bestätigt werden. Die Eindimensionalität und die Abdeckung eines breiten Schwierigkeitsniveaus konnte für beide Bereiche bestätigt werden. Im inhaltlichen Vergleich der beiden Patientengruppen schätzten sich die ambulanten Patienten für den Bereich der kognitiven beruflichen Funktionsfähigkeit tendenziell unbelasteter ein als die stationären Patienten (xambulant = ??2,06 versus xstationär?=?2,49; p<0,07), ebenso für den Bereich der körperlichen beruflichen Funktionsfähigkeit (xambulant = ??3,68 versus xstationär = ??2,88; p<0,01).

Schlussfolgerungen:

Mit den Itembanken WCIB-Cardio II ist die Voraussetzung geschaffen, Selbsterfassungsinstrumente für die berufliche Funktionsfähigkeit stationärer und ambulanter kardiologischer Rehabilitanden zu entwickeln.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Examination of Calibrated Item Banks for the Assessment of Work Capacity in an Outpatient Sample of Cardiological Patients


Abstract:


Background:

Work capacity is a major outcome variable in cardiological rehabilitation. However, there is a lacks of capacious and economic assessment instruments for work capacity. By developing item response theory based item banks a first step to close this gap is done. The study aims to validate the work capacity item banks for cardiovascular rehabilitation inpatients (WCIB-Cardio) in a sample of cardiovascular rehabilitation outpatients. Additionally, the differences were examined between in- and outpatients with regard to their work capacity.

Methods:

Data of 283 cardiovascular rehabilitation inpatients and 77 cardiovascular rehabilitation outpatients were collected in 15 rehabilitation centres. The WCIB-Cardio contains the 2 domains of 'cognitive work capacity” (20 items) and 'physical work capacity” (18 items). Validation of the item bank for cardiological outpatients was conducted with separate Rasch analysis for each domain.

Results:

For the domain of cognitive work capacity 10 items showed satisfying quality criteria (Rasch reliability=0.71; overall model fit=0.07). For the domain of physical work capacity good values for Rasch-reliability (0.83) and overall ¬model fit (0.65) could be proven after exclusion of 3 items. Unidimensionality and a broad ability spectrum could be covered for both domains. With regard to content, outpatients evaluate themselves less burdened than inpatients for the domain of cognitive work capacity (xoutpatient?=?2.06 versus xinpatient?= ?2.49; p<0.07) similarly for the domain of physical work capacity (xoutpatient = ?3.68 versus xinpatient?= ?2.88; p<0.01).

Discussion:

With the WCIB-Cardio II there is a precondition to develop self-report instruments of work capacity in cardiological in- and outpatients.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0442


Informationsstand: 14.02.2014

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