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Bibliographische Angaben zur Publikation

Drogenkonsum in der Arbeitswelt

Erfahrungen mit dem Drogenscreening



Autor/in:

Panter, Wolfgang


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2002, 37. Jahrgang (Heft 6), Seite 285-290, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2002



Abstract:


Alkohol- und Drogenprobleme sind keineswegs neue Probleme unserer Gesellschaft. Gegenüber alkoholauffälligen Mitarbeitern haben sich in vielen Betrieben klare Betreuungskonzepte durchgesetzt, die mit konsequentem Vorgehen und gleichzeitiger Hilfestellung vielen Menschen einen Weg aus der Alkoholkrankheit gewiesen und gleichzeitig den Unternehmen die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern erhalten haben.

Die Veränderungen in der Gesellschaft haben nun dazu geführt, dass jetzt in zunehmendem Maße andere Drogen in der Arbeitswelt eine Rolle spielen, angefangen beim Haschisch über Kokain bis hin zum Heroin konsumierenden Mitarbeiter. Dabei ist in der Arbeitswelt immer wieder die Erfahrung zu machen, dass Heroin über lange Zeit geschnupft und erst später intravenös appliziert wird.

Vor wenigen Jahren bestand noch die Überzeugung, dass der Konsum solcher Drogen relativ schnell zum sozialen Abstieg führt und daher nicht mit dem Arbeitsleben vereinbar ist. In der Zwischenzeit haben wir alle erfahren, dass wir in den Betrieben eine ganze Reihe von chronischen Haschisch-, Heroin- und Kokain-Konsumenten haben, die erhebliche Probleme für die Sicherheit am Arbeitsplatz darstellen können.

Die Schwierigkeiten bei der Erkennung des Konsums solcher Drogen können nur durch Screeninguntersuchungen verringert werden. In diesem Beitrag soll über Erfahrungen zu diesem Thema berichtet werden. Wesentlich für ein erfolgreiches Konzept erscheint die Tatsache, dass der Arzt sich nicht als Kontrolleur versteht, sondern Hilfestellung bei der Bewältigung solcher Probleme leistet. Aus der betrieblichen Erfahrung kann über eine ganze Reihe positiver Entwicklungen berichtet werden. Insgesamt ist es ein Thema, das Betriebsärzte aktiv angehen müssen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

The abuse of alcohol and illegal drugs at the workplace


Abstract:


Problems concerning the abuse of alcohol and illegal drugs are quite common in our society. There are clear concepts employed in many companies for how to deal with alcoholics; these consist of the strict adherence to the rules laid down and simultaneous support, and have helped many persons overcome their dependency and keep their jobs. Changes within society are causing growing problems with drug abuse, such as the use of cannabis, cocaine and heroin. Paticulary heroin is often snuffed for long time before a person turns to intravenous injection.

Only a few years ago it was assumed that drug abuse causes social decline within a short period and therefore is not found in working persons. It has meanwhile become clear that there are quite of number of employees in many companies who consume cannabis, cocaine or heroin, and they can be a danger to safety at work. The difficulties in identifying such persons can only be overcome by screening tests. This article describes our experiences concerning this subject. It is decisive for a successful concept that the physican understands that his main task is not that of an inspector. He is there to offer support to the employees dependent on drugs. We can report many cases that developed positively. The subject is an importnat one and must be actively taken into consideration by occupational physicans.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/5008


Informationsstand: 06.10.2002

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