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Bibliographische Angaben zur Publikation

Atypische Beschäftigung und psychische Gesundheit


Autor/in:

Hünefeld, Lena


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

ASU, 2018, 53. Jahrgang (Sonderheft 12.2018), Seite 32-37, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2018



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Abstract:


Atypische Beschäftigungsformen (ATB) wie Teilzeitbeschäftigung, befristete Beschäftigung und Leiharbeit sind aufgrund von wirtschaftlichen und politischen Veränderungen ein weltweit wachsendes Phänomen. In der politischen wie auch in der wissenschaftlichen Diskussion wird häufig die Frage aufgeworfen, ob es sich bei ATB um prekäre Beschäftigungen handelt und ob mit diesen gesundheitliche Beeinträchtigungen einhergehen.

Der Beitrag widmet sich dieser Frage und beleuchtet den Zusammenhang von atypischen Beschäftigungsformen und psychischer Gesundheit. Vorgestellt werden ausgewählte Ergebnisse des Scoping Reviews zu atypischer Beschäftigung im Rahmen des Projekts 'Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt - Wissenschaftliche Standortbestimmung' der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Die systematische Auswertung der bisherigen Forschungslandschaft zu den atypischen Beschäftigungsformen Befristung, Leiharbeit, Teilzeit, (Solo-)Selbstständigkeit sowie Mehrfachbeschäftigung und psychischer Gesundheit zeigt, dass durchaus einzelne Beschäftigungsformen mit bestimmten psychischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen einhergehen können. Die Befundlage weist unter anderem auf einen Zusammenhang von Teilzeitbeschäftigung und Leiharbeit mit Depression hin. Dem hingegen geht befristete Beschäftigung seltener als unbefristete Beschäftigung mit Beeinträchtigungen im psychischen Wohlbefinden einher.

Das Review verdeutlicht, dass nicht durchgängig von einem negativen gesundheitlichen Effekt von ATB ausgegangen werden kann, sondern dies anhand einzelner Beschäftigungsverhältnisse beurteilt werden muss. Darüber hinaus legen die bestehenden Studien nahe, dass das (psychische) gesundheitliche Risiko von ATB durch die Ausgestaltung der Beschäftigungsform sowie deren Passung mit individuellen Bedürfnissen der Erwerbstätigen bestimmt wird.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Atypical employment and mental health


Abstract:


Atypical employment such as part-time work, fixed-term employment and temporary agency work is a growing global phenomenon due to economic and political changes. In the political and scientific debate, the questions of whether atypical employment forms are precarious and whether they are associated with health impairments are often raised.

This article focuses on these questions by examining the association of various atypical employment forms and mental health. Selected results of the scoping review on atypical employment within the scope of the 'Mental health in the working world' research project of the Federal Institute for Occupational Safety and Health (BAuA) are presented.

The systematic review of studies on atypical employment (based on fixed-term employment, temporary agency work, part-time employment, (solo) self-employment and multiple job-holding) and mental health shows that individual forms of atypical employment are associated with certain mental health impairments. Among other things, the results indicate a correlation between part-time employment and depression as well a correlation between temporary agency work and depression. In contrast, fixed-term employment is less often linked to impairments of mental well-being than permanent employment.

The review illustrates that atypical employment as a whole is not generally associated with mental health impairments and that the health risk of atypical employment must be evaluated in relation to the specific type of atypical employment.
Furthermore, the existing studies suggest that the (mental) health risk of atypical employment is determined by how the work is designed and how it fits with the individual needs of the employees.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0397


Informationsstand: 11.03.2019

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