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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitsklima in Behinderten-Wohneinrichtungen in Deutschland


Autor/in:

Habermann-Horstmeier, Lotte; Limbeck, Kira


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2016, 51. Jahrgang (Heft 1), Seite 50-63, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2016



Abstract:


Einleitung:

In Deutschland gibt es bisher kaum Daten zum Thema 'Arbeitsklima in sozialen Berufen', insbesondere auch keine zum Bereich der Behindertenarbeit. Bekannt ist jedoch die zentrale Bedeutung des Arbeitsklimas für die Qualität des Zusammenarbeitens in einem Unternehmen, für die Gesundheit der Beschäftigten und für den Erfolg eines Unternehmens bzw. die Qualität der Leistungen einer Einrichtung.

Methode:

Im Rahmen der BMBD-Studie wurden bundesweit 400 Betreuungskräfte in Behinderten-Wohneinrichtungen unter anderem dazu befragt, wie sie das Arbeitsklima in ihrer Einrichtung einschätzen. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Faktoren betrachtet, die möglicherweise Einfluss auf das Arbeitsklima haben bzw. auf die das Arbeitsklima seinerseits Einfluss nehmen könnte. Hierzu wurden die entsprechenden Fragen mit Hilfe uni- und bivariater Verfahren analysiert, mögliche statistische Zusammenhänge wurden im Rahmen einer Regressionsanalyse überprüft.

Ergebnisse:

Es zeigte sich, dass das Arbeitsklima in Behinderten-Wohneinrichtungen in besonderem Maße von den Arbeitsbedingungen in diesen Einrichtungen abhängt. Von großer Bedeutung sind dabei eine schlechte Personalausstattung und eine mangelhafte Arbeitszeitplanung. Das Arbeitsklima ist insbesondere dort schlecht, wo die körperliche Belastung der Betreuer und der Pflegeaufwand groß sind und wo Mitwirkungsmöglichkeiten fehlen. Es hat erheblichen Einfluss auf die Arbeitsfreude der Beschäftigten und wirkt sich hierüber auf ihre Gesundheit und auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner aus.

Schlussfolgerungen:

Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen - und hier insbesondere des Arbeitszeit- und Personalmanagements - könnte damit erheblichen Einfluss auf das Arbeitsklima in diesen Einrichtungen haben, mit der Folge positiver gesundheitlicher Auswirkungen auf die Beschäftigten und die Bewohner.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Working atmosphere in residential facilities for disabled persons in Germany


Abstract:


Introduction:

In Germany, there are hardly any data on the subject 'working atmosphere in social professions', especially not for the disability work. However, it is known that working atmosphere is not only important for the quality of teamwork in a company but also for the health of employees and for the success of a business or the quality of service in a facility.

Methods:

As part of the BMBD-Study 400 carers in residential facilities for people with disabilities in Germany were questioned about the working atmosphere at their facility, inter alia. Then several factors were considered, which may have an impact on working atmosphere or vice versa, which may be influenced by working atmosphere. To determine possible correlations with the working atmosphere, the relevant questions were analyzed using univariate and bivariate methods, followed by a regression analysis.

Results:

We found that the working atmosphere in residential facilities for persons with disabilities particularly depends on the working conditions in these facilities. In this context poor staffing levels and a lack of work scheduling are of great importance. The working atmosphere is particularly bad where physical strain of the carers and care needs are great and where opportunities for participation are missing. The working atmosphere has considerable influence on job satisfaction of employees and job satisfaction in turn affects their health and as well the well-being and health of the residents.

Conclusions:

An improvement in working conditions - and in particular in working time management and personnel management - could therefore have a significant impact on the working atmosphere in the institutions, with the sequence of positive health effects in workers and residents.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0217


Informationsstand: 29.02.2016

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