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Bibliographische Angaben zur Publikation

Ereignis, Erstschaden, (Trauma-)folgestörung: Erstschadensprüfung bei so genannten Schockunfällen


Autor/in:

Fabra, Matthias; Bultmann, Stefan


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2014, 49. Jahrgang (Heft 7), Seite 531-538, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2014



Abstract:


Bei der medizinischen und rechtlichen Bewertung psychogener Störungen nach versicherten Ereignissen konzentrieren sich Juristen und Mediziner in der Regel auf den so genannten Folgeschaden (zum Beispiel Posttraumatische Belastungsstörung, oder Anpassungsstörung) und nehmen ihre Einschätzung gegebener oder nicht gegebener Kausalität damit allein auf der Ebene der haftungs-ausfüllenden Kausalität vor.

Übersehen wird jedoch häufig, dass medizinisch komplizierte Abwägungen und auf diesen aufbauend juristische Entscheidungen bereits zur Frage des ereigniskausalen Erstschadens gefordert sind. Diese können insbesondere bei so genannten 'Schockunfällen' dazu führen, dass die Leistungsverpflichtung der Sozialversicherung bereits auf der Ebene der haftungsbegründenden Kausalität verneint werden muss mit der Konsequenz, dass ein Arbeitsunfall im Rechtssinne nicht vorgelegen hat. In diesen Fällen werden Überlegungen zur haftungsausfüllenden Kausalität beziehungsweise zu Unfallfolgen überflüssig.

Der Aufsatz soll dem Leser die Differenzierung der einzelnen Prüfungsschritte bei psychogenen Störungen nach versicherten Ereignissen erleichtern. In einem zweiten Schritt wird der Versuch unternommen, den Rechtsbegriff des Gesundheitserstschadens mit dem medizinischen Begriff des Traumakriteriums der Internationalen Diagnosesysteme ICD-10, DSM-IV-TR und DSM-5 in Beziehung zu setzen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Event, initial damage, consequential (post-traumatic) disorder: Initial damage assessment in so-called shock accidents


Abstract:


In the medical and legal assessment of psychogenic disorders after insured events, lawyers and physicians generally focus on the so-called consequential damage (such as post-traumatic stress disorder, adjustment disorder) and make their assessment of a given or not given causality at the level of the contributory cause alone.

But is often ignored that medically complex considerations and based on these legal decisions are already required to clear up the question of the initial damage that causes the event. These may, in particular in so-called 'shock accidents', lead to the fact that the performance obligation of the social insurance must already be denied at the level of the causality establishing liability with the consequence that a work accident in the legal sense has not existed.

In these cases, considerations concerning the contributory cause or the consequences of accidents are unnecessary. The paper shall make it easier for the reader to differentiate the individual examination steps in cases of psychogenic disorders after insured events. In a second step, the paper attempts to establish a relation between the legal term of initial health damage and the medical term of trauma criteria of the international diagnostic systems ICD-10, DSM-IV-TR, and DSM-5.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0046


Informationsstand: 28.08.2014

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