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Bibliographische Angaben zur Publikation

Hörst du mich?


Autor/in:

Simbürger, Manuel


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Gesünder leben, 2020, Heft 03, Seite 44-46, Wien: Gesünder Leben Verlags GesmbH


Jahr:

2020



Abstract:


Depressionen, Angststörungen und vor allem sozialer Rückzug sind bei hörbehinderten Menschen keine Seltenheit. Das muss nicht sein - wenn beide Seiten offen mit der Beeinträchtigung umgehen.

Schwerhörigkeit ist immer noch ein gesellschaftliches Tabu, das bei Betroffenen nicht nur zu alltäglichen Hürden, sondern auch zu schweren psychischen Problemen führen kann. Dazu einige Zahlen und Fakten: Laut einer US-amerikanischen Studie mit mehr als 5.000 Proband:innen ab 50 Jahren weisen Menschen mit leichtem Hörverlust fast doppelt so häufig depressive Symptome auf als Personen mit einwandfreiem Gehör. Bei den Studienteilnehmer:innen mit starkem Hörverlust konnte sogar viermal so häufig eine Depression nachgewiesen werden. Statistisch erhöhte sich das Risiko für Depressionen pro 20 Dezibel Hörverlust um das eineinhalbfache.

Eine weitere Studie aus den USA (mit 113 Teilnehmer*innen ab 50 Jahren) wiederum machte den Gegenvergleich: Nach sechsmonatiger Benützung eines Hörgeräts sanken die depressiven Symptome um 28 Prozent, bei den Proband*innen mit Cochlea-Implantat (eine Hörprothese) gar um 31 Prozent. Und: Den Angaben einer britischen Studie zufolge suchen 60 Prozent der hörgeschädigten Arbeitnehmer:innen einen anderen Job, weil sie sich auf ihrem jetzigen Arbeitsplatz schlecht behandelt fühlen. 64 Prozent gaben an, in ihrer Arbeit Verständigungsschwierigkeiten zu haben.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Magazin Gesünder leben
Homepage: https://www.gesünderleben.at/index.php

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA9285


Informationsstand: 06.03.2020

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