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Bibliographische Angaben zur Publikation

Schützt Selbstmitgefühl Studierende vor Burnout?


Autor/in:

Wörfel, Franziska; Gusy, Burkhard; Lohmann, Katrin


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Gesundheitsförderung, 2015, Volume 10 (Issue 1), Seite 49-54, Berlin, Heidelberg: Springer Medizin, ISSN: 1861-6755 (Print); 1861-6763 (Online)


Jahr:

2015



Abstract:


Hintergrund:

Die Studienzeit ist eine Zeit des Lernens, die in der Regel Erfolge allerdings auch Misserfolge mit sich bringen kann. Der Umgang mit und die Bewältigung von Kritik und Fehlschlägen ist somit nicht nur wichtig für den Studienerfolg, sondern auch für die psychische Gesundheit Studierender.

Ziel und Fragestellung:

Selbstmitgefühl beschreibt die Art und Weise wie Personen in kritischen Situationen über sich denken und wie sie diese bewältigen. In der vorliegenden Arbeit werden zwei burnoutpräventive Wirkmechanismen von Selbstmitgefühl untersucht. Es wird zum einen angenommen, dass Selbstmitgefühl soziale Unterstützung aktiviert und dadurch Burnout entgegen wirkt. Zum andern wird angenommen, dass Studierende in Abhängigkeit von ihrem Selbstmitgefühl auch Studienanforderungen regulieren um Burnout vorzubeugen. Der empirisch bereits bestätigte Zusammenhang zwischen Selbstmitgefühl und Burnout bei Studierenden wird hier ebenso modelliert.

Material und Methoden:

Um die Hypothesen zu prüfen wurden 809 Studierende der Freien Universität Berlin in einer Onlinebefragung zu sozialer Unterstützung sowie wahrgenommenen Anforderungen im Studium, Burnout und Selbstmitgefühl befragt.

Ergebnisse:

Mit Hilfe von Strukturgleichungsmodellen können im ersten Modell, welches ausschließlich die indirekten Effekte von Selbstmitgefühl über die wahrgenommenen Anforderungen bzw. die soziale Unterstützung im Studium auf Burnout prüft, beide Hypothesen belegt werden. Auch wenn ein direkter Effekt von Selbstmitgefühl auf Burnout angenommen wird (Modell 2), bleiben die vorab bestätigten indirekten burnoutpräventiven Wirkmechanismen erhalten.

Diskussion:

Selbstmitgefühl ermöglicht Studierenden im Rahmen vorgegebener situativer Bedingungen Einfluss auf die Studiensituation zu nehmen und so das Burnoutrisiko zu mindern.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Does self-compassion protect university students against burnout?


Abstract:


Background:

Studying at university is a time of learning which ends successfully in most cases, but can also include disappointment. An important part of being academically successful and mentally healthy is being able to cope with failures and disappointments.

Objectives:

Self-compassion describes the way people think about themselves in critical situations and how they manage these situations. The work presented examines two burnout preventive mechanisms involving self-compassion. The hypothesis is that self-compassion activates social support which in turn helps prevent burnout. Self-compassion can help bring about a modification of requirements at the university so as to stave off burnout. The empirically confirmed relationship between self-compassion and burnout is also modelled for university students.

Materials and methods:

In order to investigate the hypothesis, 809 students at the Freie University Berlin were asked to fill out an online questionnaire on social support, university requirements, self-compassion and burnout.

Results:

Using structural equation modeling, both the indirect effect of self-compassion on university requirements as well as the effect of social support on burnout were examined. In the second model the indirect effects remained significant after the direct effect of self-compassion on burnout was added to the first model, thus confirming the importance of self-compassion as a preventive factor.

Conclusion:

Self-compassion enables students to influence their study situation in such a way as to reduce their risk of burnout.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Gesundheitsförderung
Homepage: https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8541


Informationsstand: 31.05.2017

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