Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Resilienz, berufliche Belastungen und psychische Gesundheit bei Rehabilitanden der Orthopädie und Psychosomatik

Eine Querschnittstudie



Autor/in:

Küch, Dieter; Herbold, Desiree; Jacobi, Claus [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 2016, 29. Jahrgang (Heft 98), Lengerich: Pabst Science Publishers, ISSN: 0933-842X


Jahr:

2016



Abstract:


Resilienz bedeutet psychische Widerstandskraft und ist ein Oberbegriff für personale und soziale Ressourcen, um mit den Belastungen des Lebens adäquat umgehen zu können. Psychische Belastungen resultieren aus familiären und sozialen Konflikten, Krankheiten und arbeitsplatzbezogenen Sorgen. Letztere werden zunehmend fokussiert wegen der kontinuierlich gestiegenen Arbeitsunfähigkeitstage und Frühberentungen aufgrund psychischer Störungen, welche auch in Zusammenhang gebracht werden mit den spezifischen psychischen Belastungen, die heute viele Arbeitsplätze kennzeichnen und Ausdruck des gesellschaftlichen Wandels mit politischen, sozialen und ökonomischen Veränderungen sind. Gerade in der medizinischen Rehabilitation der Rentenversicherung haben arbeitsplatzbezogene Fragestellungen eine zentrale Bedeutung. In dieser Querschnittuntersuchung wurde am Beispiel von 131 Rehabilitanden der Orthopädie und Psychosomatik die Ausprägung von Resilienz (hoch, mittel, niedrig) in Beziehung gesetzt zu arbeitsbezogenen psychischen Belastungen, psychosozialen Problemlagen, Schmerzerleben und psychischen Symptomen.

Es zeigte sich, dass niedrige Resilienz einherging mit höherer psychischer Komorbidität, höheren Ausprägungen psychischer Symptome sowie mit familiären Problemen und niedrigerem Lebensalter. Der Anteil niedrig Resilienter war in der Psychosomatik größer als in der Orthopädie. Bezüglich der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz waren Leistungsstressoren wie Arbeitsanforderungen und Probleme wegen Arbeitsorganisation oder mangelnder beruflicher Perspektive für hoch und niedrig Resiliente gleichermaßen vorhanden. Dagegen wurden geringer Handlungsspielraum und negatives soziales Klima stärker von niedrig Resilienten als belastend berichtet. Implikationen für die berufsbezogene Prävention und Rehabilitation werden diskutiert, zur Beantwortung der Frage der Kausalrichtung von Resilienz, beruflichen Belastungen und psychischer Komorbidität werden Längsschnittstudien angeregt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Praxis Klinische Verhaltensmedizin & Rehabilitation
Homepage: https://www.psychologie-aktuell.com/index.php?id=praxis

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA6948


Informationsstand: 10.06.2016

in Literatur blättern