Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Altersdifferenzierte Arbeitsgestaltung


Autor/in:

Landau, Kurt


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

ASU protect, 2008, Heft 1, Seite 11-13, Stuttgart: Gentner


Jahr:

2008



Link(s):


Ganzen Text lesen (in: ASU protect 01/2008) (PDF | 22 MB)


Abstract:


Die Arbeitsschutzgesetze und Industrienormen in Deutschland gelten für alle am Erwerbsleben teilhabenden Altersgruppen. Für ältere Arbeitnehmer sollen sie entsprechend umgesetzt werden. Derzeit gibt es jedoch noch keinen fundierten ganzheitlichen Ansatz, der das Ziel der Förderung und Potenzialentwicklung älterer Arbeitnehmer verfolgt. Deshalb handelt es sich bei der belastungsoptimierten Arbeitsgestaltung in der Regel immer nur um einzelne Maßnahmen - möglichst nach dem Best Practice-Prinzip.

Um Risiken wie geminderte Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer frühzeitig absehen zu können, wird auf Risikoanalyse und Frühwarnsysteme zurückgegriffen. Sie sollen Aufschluss über die Fähigkeiten des Angestellten geben. Im Falle einer Leistungsminderung finden derzeit zwei Ansätze Anwendung. Zum einen wird der Arbeitsplatz ergonomisch und organisatorisch aus- und umgestaltet. Zum anderen erfolgen Trainings und Schulungen zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit des älteren Arbeitnehmers.

Die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ist nach Ansicht des Autors vorzuziehen, da sie mitarbeiterbezogene und soziale Vorteile bietet sowie ökonomisch nachhaltiger ist, indem auch nach Ausscheiden des Mitarbeiters ein so gestalteter Arbeitsplatz weiter genutzt werden kann. In Tabellenform werden Gestaltungsmaßnahmen für altersgerechte Arbeit vorgestellt, so zum Beispiel Änderungsvorschläge für gesundheitsbelastende Schichtarbeit, schweres Heben und Tragen oder regelmäßiger Wechsel der Körperhaltung.

In den Unternehmen zeigen sich vor allem zwischen großen und kleinen bis mittelständischen Unternehmen Diskrepanzen: während große Unternehmen eine gründliche Arbeitsplatzgestaltung vornehmen, fehlen in kleineren Betrieben oft sowohl Ressourcen als auch Fachkenntnisse für ein zeitgemäßes Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement.

Konkrete Maßnahmen zur Anpassung von Arbeitsplätzen an Bedürfnisse von älteren Angestellten mit muskuloskelettalen Beschwerden können in folgenden Bereichen liegen:
- Optimierung am Produkt und vor allem in der Erleichterung der Handhabung sowie der Verringerung des Kraftaufwandes für den Finger-Hand-Bereich,
- Optimierung der Betriebsmittel zur Verbesserung der Kraftaufbringung und Gestaltung der Fördermittel,
- Berücksichtigung besonderer Personengruppen bei der ergonomischen Anpassung an Körpergrößenbereiche und
- arbeitsorganisatorische und verhaltensergonomische Maßnahmen.

Zusammenfassend schlägt der Autor vor, dass dazu übergegangen werden sollte, ältere Arbeitnehmer von körperlich anstrengenden Tätigkeiten abzuziehen und ihnen stattdessen Aufgaben zu geben, in denen ihre besonderen Fähigkeiten wie soziale Intelligenz und Verantwortungsbewusstsein zum Tragen kommen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Magazin ASU protect
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/Archiv/ASUprotect/110577....

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA6002


Informationsstand: 17.06.2013

in Literatur blättern