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Bibliographische Angaben zur Publikation

Betriebliche und staatliche Arbeitspolitik am Beispiel der beruflichen Integration Schwerbehinderter


Autor/in:

Ritz, Hans-Günther


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Leviathan, 1983, Sonderheft, Sonderheft 5, Seite 342-363, Wiesbaden: Westdeutscher Verlag


Jahr:

1983



Abstract:


Die Tradition der Arbeitspolitik zur beruflichen Eingliederung Behinderter geht in Deutschland bis in die Zeit nach 1918 zurück. Das Schwerbehindertengesetz aus dem Jahr 1974 konzipiert eine Behindertenpolitik, die Maßnahmen indirekter Arbeitspolitik und direkte staatliche Eingriffe kombiniert.

Sie umfasst drei Kernbereiche:
(1) Förderung und Stabilisierung von Arbeitsverhältnissen Schwerbehinderter (Kündigungsschutz);
(2) direkte arbeitspolitische Vorschriften hinsichtlich der Beschäftigung Schwerbehinderter und behindertengerechter Arbeitsplatzgestaltung, die allerdings ohne direkte Sanktionsandrohung bleiben;
(3) Ausbau der Beteiligungsrechte der betrieblichen Interessenvertreter, Einführung eines Vertrauensmanns der Schwerbehinderten. Das Schwergewicht der Maßnahmen im Rahmen des Schwerbehindertengesetzes liegt nicht in der Einflussnahme auf Arbeitsbedingungen, sondern bei der Arbeitsmarktpolitik.

Darüber hinaus erlaubt das Gesetz für einige Branchen ein Abgelten der 'Pflichten des Schwerbehindertengesetzes ohne Veränderung der Arbeitsstrukturen'. Die 'selektive staatliche Zurückhaltung' in der Behindertenpolitik drückt sich unter wirtschaftlichen Krisenbedingungen in einem Anwachsen von Aufhebungsverträgen und Kündigungen aus. Gewerkschaftliche Strategien müssen auf eine Verknüpfung von 'personenbezogener Schutzpolitik, allgemeinem Arbeitsschutz und Anfängen einer betrieblichen Humanisierungspolitik' zielen. (WZ)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Leviathan
Homepage: https://www.leviathan.nomos.de/

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Referenznummer:

R/ZA5389


Informationsstand: 24.05.2013

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