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Bibliographische Angaben zur Publikation

Kardiologisch-psychosomatisches Therapieprogramm bei Rehabilitanden mit beruflichen Problemen

Ergebnisse einer kontrollierten Evaluationsstudie



Autor/in:

Kittel, Jörg; Karoff, Marthin


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Psychotherapie - Psychosomatik - Medizinische Psychologie (PPmP), 2006, 56. Jahrgang (Heft 2), Stuttgart: Thieme, ISSN: 0937-2032


Jahr:

2006



Abstract:


Hintergrund:

Die Vermeidung von Frühberentung und die Sicherung von Erwerbstätigkeit und Beitragszahlungen sind zentrale ökonomische Ziele der von der Rentenversicherung finanzierten medizinischen Rehabilitation (Rische, 2004). Studien konnten zeigen, dass die berufliche Reintegrationsrate wesentlich von psychischen Variablen, wie Depressivität oder Angst, moderiert wird.

Seit Mai 2003 erhalten in der Klinik Königsfeld kardiologische Rehabilitanden, bei denen Probleme bei der beruflichen Rehabilitation erwartet werden, ein interdisziplinäres berufsbezogenes Programm, welches psychische Aspekte verstärkt berücksichtigt. Dieses Programm umfasst neben psychologischen Einzelinterventionen auch die Durchführung von Übungen, welche auf die berufsbezogenen funktionellen Anforderungen gerichtet sind.

Methode:

Mit Hilfe einer prospektiven, randomisierten Kontrollgruppenstudie sollen die Effekte dieser berufsbezogenen Interventionen evaluiert werden. Messungen erfolgen zu Beginn und zum Ende der Rehabilitation, sowie 6 Monate und 12 Monate nach der Rehabilitation.

Ergebnisse:

Ergebnisse zu Beginn der Rehabilitation verdeutlichen, dass die untersuchte Klientel zu Beginn signifikant höhere Werte in den mit der Hospital Anxiety and Depression Skale (HADS) erfassten Variablen Ängstlichkeit und Depressivität aufweist, als die Normalbevölkerung und der 'typische' kardiologische Rehabilitand (Kittel et al, 2002).

Ein Jahr nach der Rehabilitation sind 71,3 Prozent der Patienten aus der Interventionsgruppe wieder berufstätig. In der Kontrollgruppe sind es nur 52,1 Prozent (chi2; p<0,05). Auch in den Arbeitsunfähigkeitszeiten zeigen sich signifikante Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.

Fazit:

Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse die Relevanz berufsbezogener Angebote in der kardiologischen Rehabilitation. Daten zur 12-Monatskatamnese bestätigen die positiven Effekte einer intensivierten berufsbezogenen Rehabilitation hinsichtlich der beruflichen Prognose.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Psychotherapie - Psychosomatik - Medizinische Psychologie (PPmP)
Homepage: https://www.thieme.de/de/ppmp-psychotherapie-psychosomatik-p...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA2793


Informationsstand: 10.08.2006

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