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Bibliographische Angaben zur Publikation

Untersuchungen zu prolongierten Intensivverläufen nach abdominalchirurgischen Eingriffen unter besonderer Berücksichtigung von Lebensqualität, beruflicher Rehabilitation und Ökonomie


Autor/in:

Neipp, M.; Jähne, Joachim; Niechzial, M. [u. a.]


Herausgeber/in:

Jähne, Joachim; Schumpelick, Volker


Quelle:

Der Chirurg, 1997, Volume 68 (Number 4), Seite 410-415, Heidelberg: Springer, ISSN: 0009-4722 (Print); 1433-0385 (Online)


Jahr:

1997



Abstract:


Ressourcenknappheit erfordert heute den Nachweis von Effektivität und Effizienz medizinischer Maßnahmen. Intensivverläufe von 62 chirurgischen Patienten mit einer Dauer von = 30 Tagen wurden retrospektiv in Bezug auf Letalität, Langzeitprognose, Lebensqualität und das Kosten-Nutzen-Verhältnis anhand der Berechnung gewonnener qualitätskorrigierter Lebensjahre (QALY) untersucht.

Die Krankenhausletalität lag bei 40,3 Prozent. Die mediane Überlebenszeit entlassener Patienten (n = 37) betrug 3,7 Jahre und die berechnete 3-Jahres-Überlebensrate 56,4 Prozent. Die häufigsten Todesursachen waren septische Komplikationen beziehungsweise Multiorganversagen bei hospitalisierten und Tumorrezidive bei entlassenen Patienten. Die Mehrzahl der Überlebenden erreichte eine gute Lebensqualität (medianer gastrointestinaler Lebensqualitätsindex: 104 Punkte). Eine berufliche Rehabilitation gelang bei 30 Prozent.

Obwohl die prolongierte Intensivtherapie mit Ausgaben von 68 250,- DM pro gewonnenem QALY sehr kostenintensiv ist, ist sie vergleichbar mit anderen etablierten Maßnahmen im Gesundheitswesen (zum Beispiel Hämodialysebehandlung). Ökonomische Gesichtspunkte dürften deshalb bei der Entscheidung zur Therapiebegrenzung keine Rolle spielen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Untersuchungen zu prolongierten Intensivverläufen nach abdominalchirurgischen Eingriffen unter besonderer Berücksichtigung von Lebensqualität, beruflicher Rehabilitation und Ökonomie


Abstract:


Owing to increasing limitations on resources in health care, there is an urgent need to investigate effectiveness and efficiency of medical procedures. Therefore, we retrospectively studied the courses of 62 surgical patients who required at least 30 days of intensive care regarding mortality, long-term prognosis and quality of life. Additionally, a cost analysis was made using quality-adjusted life years (QALYs).

The hospital mortality was 40.3 percent. The overall median survival time of discharged patients (n = 37) was 3.7 years and the calculated 3-year survival was 56.4 percent. The most frequent causes of death were septic complications or multiple organ failure in hospitalized patients and tumor relapses in discharged patients. In most of the surviving patients quality of life (median Gastrointestinal Quality of Life Index: 104 points) was good.

About 20 percent of the discharged patients were able to return to work. Although extended intensive care therapy is extremely expensive (DM 68, 250 per QALY), these costs are comparable with other accepted procedures in medicine (i. e. hemodialysis). Therefore, economical aspects should not be a generalized reason for withdrawing or withholding intensive care therapy.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Der Chirurg
Homepage: https://www.springermedizin.de/der-chirurg/7947448

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA2411


Informationsstand: 14.02.2005

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